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Das lernen Babys im Mutterleib und darum ist Stillen so wichtig

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Von: Christine Pander

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Eine Schwangere liegt auf der Couch und isst Burger und Schokolade. (Symbolbild)
Die Ernährung in der Schwangerschaft prägt den Geschmack des Kindes. (Symbolbild) © NomadSoul/Imago

Lieber Steak, Burger oder doch Apfelmus? Schon im Mutterleib werden die Grundlagen gelegt, welche geschmacklichen Vorlieben ein Mensch später hat.

Karlsruhe – Ab und zu ein Stückchen Schokolade: Das sollte man gesunden Schwangeren nicht verbieten. Dennoch legen die werdenden Mütter über ihre Ernährungsgewohnheiten in der Schwangerschaft schon den Grundstock dafür, welche Geschmacksvorlieben der Nachwuchs später hat.

Das lernen Babys im Mutterleib und darum ist Stillen so wichtig

Werdende Mütter können dem Institut für Kinderernährung in Karlsruhe zufolge schon durch ihren eigenen Speiseplan beeinflussen, welche Speisen ihre Babys später am liebsten verzehren. Wird von der Schwangeren hauptsächlich süß gegessen, gewöhnt sich das Kind schon im Mutterleib an das Geschmacksmuster süß. Da diese Gewöhnung an Süßes später bei stillenden Mütter von alleine über die Muttermilch passiert, sollte man es Experten zufolge nicht schon vorher beeinflussen.

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Ab der 10. bis 14. Schwangerschaftswoche sind die Geschmacksknospen voll funktionsfähig. Über das Fruchtwasser nimmt der Fötus dann Stoffe aus der Ernährung der Mutter auf. Auch in der Stillphase entwickeln sich dann Geschmacks- und Geruchssinn weiter. Der Zeitraum von der Befruchtung bis zum Ende des zweiten Lebensjahres ist Experten zufolge daher besonders wichtig. Der Appell des Instituts für Kinderernährung am Max Rubner-Institut lautet daher: Auf eine ausgewogene und vielfältige Ernährung achten. Also vollwertig essen, viel Salat, Gemüse, Obst und wenig Fastfood und stark verarbeitete Lebensmittel.

Was Babys schon im Mutterleib lernen: Viel Zucker macht Vorliebe auf Süßes

Warum die Muttermilch so viele Zuckerstoffe enthält, ist noch nicht ausreichend erforscht. Was man aber weiß, ist: Der Milchzucker lässt sich nicht nachahmen und hat anscheinend eine Vielzahl positiver Effekte auf den Darm und das Immunsystem. Das gilt aber nicht für industriell hergestellte Süße.

Isst die Mutter zu viel Zucker, steigt außerdem das Risiko, dass die Babys und Kleinkinder später ungesüßte Lebensmittel ablehnen. Denn der Geschmackssinn reagiert dann positiv auf Süßes. Der natürliche Fruchtzucker aus Obst und Gemüse gehört aber natürlich trotzdem zu einem ausgewogenen Speiseplan.

Was Babys schon im Mutterleib lernen: Warum zu viel Zucker fatale Folgen haben kann

Die Experten des Instituts für Kinderernährung am Max Rubner-Instituts raten, nach Möglichkeit mindestens sechs Monate voll zu stillen.* Oftmals sei das aber zum Beispiel aufgrund von Übergewicht der Mütter nicht möglich. Gerade Frauen mit einem Body-Mass-Index (BMI) über 25 haben Studien zufolge häufig Probleme mit dem Stillen.

Mit fatalen Folgen: Schon Kinder können schwere Krankheiten entwickeln, zum Beispiel an Diabetes Typ 2 erkranken, oder weitere Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie einen erhöhten Blutdruck, überdurchschnittlich hohe Fettwerte sowie einen größeren Bauchumfang entwickeln. Dem gilt es, schon früh vorzubeugen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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