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„Gute“ Figur: Sie ziehen oft den Bauch ein? Das kann sogar zu Problemen im Bett führen

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Von: Jasmin Pospiech

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Viele wollen stets eine gute Figur machen – und dabei am besten schlank aussehen. Doch wer ständig den Bauch einzieht, tut sich selbst am Ende nichts Gutes.

München – Bauch rein, Brust raus: Generationen von Frauen kennen diesen Satz in- und auswendig. Besonders dann, wenn sie in der Öffentlichkeit eine besonders vorteilhafte – und damit schlanke – Figur machen wollen. Denn durch das Einziehen des Bauches wird die Brust angehoben und stärker betont, während die Körpermitte schmaler erscheint. Doch wie das Sprichwort schon sagt: „Wer schön sein will, muss leiden.“ Dementsprechend kann diese unnatürliche Haltung auch böse Folgen für unseren Körper haben.

„Gute“ Figur: Sie ziehen oft den Bauch ein? Das kann sogar zu Problemen im Bett führen

Denn unsere Körperhaltung wird in der Regel automatisch vom vegetativen Nervensystem gesteuert. Das heißt: Sie passiert ohne unser Zutun oder dass wir groß darüber nachdenken müssen. Wer allerdings bewusst und regelmäßig dagegen steuert, indem er sich dazu ermahnt, ständig den Bauch einzuziehen, überfordert den Körper und das Nervensystem. Schließlich sorgt das ständige Baucheinziehen dafür, dass Spannungen des Zwerchfells und der Beckenbodenmuskulatur entstehen.

Der flache Bauch einer Frau von vorne. (Symbolbild)
Ständiges Baucheinziehen sorgt dafür, dass man optisch schlank aussieht, hat aber seine Tücken. (Symbolbild) © imagebroker/begsteiger/Imago

Wer es hingegen nur im Rahmen eines Workouts oder Atemtrainings wie Yoga* oder Pilates macht, für den sind gezielte Übungen eine optimale Möglichkeit, um die Rumpf- und Beckenbodenmuskulatur zu trainieren. Zieht man dagegen ständig den Bauch ein, sorgt das dafür, dass sich die Atmung auf den Brustkorb verlagert. Mit der Folge, dass man flacher und häufiger atmen muss. Schließlich reduziert sich auf diese Weise insgesamt die Menge an Luft, die man einatmet. Doch der Körper benötigt weiterhin genug lebensnotwendigen Sauerstoff.

„Gute“ Figur: Sie ziehen ständig den Bauch ein? Diese Beschwerden könnten auf Sie zukommen

Und da das Zwerchfell der Hauptatemmuskel ist, wird auch dieser weniger beansprucht, genauso wie sein Gegenspieler, die Beckenbodenmuskulatur. Diese üben im Normalfall auf die Organe einen gleichmäßigen Druck aus. Bleibt er allerdings aus, können sie nicht mehr so gut arbeiten. Es kann zu Verdauungsproblemen kommen. Bei Frauen kann es sogar Periodenschmerzen verschlimmern. Typische Symptome sind dann:

In manchen Fällen kann die dauerhafte Anspannung der Bauch- auf die Beckenbodenmuskulatur dazu führen, dass Männer wie Frauen die Lust auf Intimität verlieren. Teilweise fällt es ihnen sogar schwer, zum Höhepunkt zu kommen. Doch was viele nicht wissen: Auch die Bandscheiben können auf Dauer in Mitleidenschaft gezogen werden.

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Schließlich ist die gesamte Atemmuskulatur und auch Rückenmuskulatur miteinander verbunden. Wenn wir also in den Bauch atmen, wird auch letztere mobilisiert. Findet das nur noch reduziert statt, wird auch die Rückenmuskulatur nicht mehr ausreichend bewegt. Schließlich führt das zu erheblichen Beschwerden im unteren Rücken. Daher ist es wichtig, dass auf Perioden der Anspannung der Körpermuskulatur auch immer wieder Phasen der Entspannung folgen. So fordern wir unseren Körper, aber über-fordern ihn nicht. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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