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Blasenentzündung: Fünf Tipps, wie Sie ihr vorbeugen können

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Von: Jasmin Farah

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Eine Blasenentzündung kann sehr schmerzhaft sein und mehrere Tage andauern. Zudem nervt das ständige Wasserlassen. Laut Experten muss das nicht sein.

München – Ständig hat man das Gefühl, auf die Toilette zu müssen. Es brennt und auch das Wasserlassen schmerzt. Eine Blasenentzündung kann für Betroffene nicht nur nervig sein, sondern auch den Alltag stark belasten. An arbeiten oder andere Tätigkeiten ist dann kaum mehr zu denken, alles dreht sich nur noch um den brennenden Schmerz untenrum. Frauen sind meist häufiger von dieser Harnwegsinfektion betroffen als Männer.

Die schlechte Nachricht: Hatte man einmal eine Blasenentzündung (Zystitis), ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man bald wieder eine bekommt. Manche greifen dann zur guten, alten Wärmflasche, schonen sich und trinken viel Wasser oder Tee. Dennoch kann sich die Harnwegerkrankung über Tage hinziehen.

Blasenentzündung: Fünf Tipps, wie Sie ihr vorbeugen können

Daher sollten Betroffene sicherstellen, dass es nicht dazu kommt und einer Blasenentzündung frühzeitig vorbeugen. Und das beginnt bereits damit, dass man die Risikofaktoren, die eine Entzündung der Harnblase hervorrufen, so gut wie möglich vermeidet.

Eine Frau hält sich ihren Bauch. (Symbolbild)
Eine Blasenentzündung ist schmerzhaft. Cranberry-Extrakt kann vorbeugend helfen. (Symbolbild) © Christin Klose/dpa

Folgende Tipps von Experten sollten Sie künftig beherzigen, um einer Blasenentzündung vorzubeugen:

1. Öfters die Toilette aufsuchen

Bei einer Blasenentzündung gelangen Erreger durch die Harnröhre in den Harnwegstrakt. Daher ist es wichtig, dem Ansiedeln der Bakterien dort entgegenzuwirken. Wenn Sie also Harndrang verspüren, sollten Sie frühzeitig eine Toilette aufsuchen und Wasser lassen. Dadurch sorgen Sie dafür, dass Erreger aus Ihrem Körper gespült werden. Warten Sie nicht zu lange bis zum Toilettengang, da sich die Blase immer weiter füllt und die Bakterien sich leichter vermehren können. Ärzte raten daher, alle vier bis sechs Stunden auf die Toilette zu gehen.

2. Viel trinken

Damit die Blase stetig gefüllt wird, sollten Sie ausreichend viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Zudem verdünnt das den Urin, was es für Bakterien schwieriger macht, sich zu vermehren. Das hat eine Studie aus dem Jahre 2018 bestätigt, welche im Fachblatt „JAMA International Medicine“ veröffentlicht wurde. Die Forscher haben dabei folgendes festgestellt: Probandinnen, die häufig an einer Blasenentzündung leiden, erkrankten deutlich seltener, wenn sie ein Jahr lang 1,5 Liter Wasser pro Tag mehr zu sich nahmen, als diejenigen, die ihren Wasserkonsum nicht veränderten.

3. Die richtige Wisch-Technik

Schon früh wird kleinen Kindern beigebracht, dass sie ihren Po nach dem Toilettengang von vorne nach hinten mit einem Stück Toilettenpapier abwischen sollen. Aus gutem Grund: Denn die Erreger, die hauptsächlich für eine Entzündung der Harnblase verantwortlich sind, tummeln sich um den Anus. Wenn diese dann beispielsweise über Toilettenpapier nach vorne gewischt werden, können Sie ganz einfach die Harnröhre entlang in die Blase wandern und diese infizieren.

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4. Nach dem Geschlechtsverkehr Wasser lassen

Wer oft und viel mit dem Partner intim wird, hat auch ein größeres Risiko, an Blasenentzündung zu leiden. Durch die Hin- und Herbewegung während des Stelldicheins können ebenfalls Bakterien versehentlich in die Harnröhre gelangen. Da letztere bei Frauen kürzer ist als bei Männern, haben Erreger ein leichteres Spiel. Mit der Folge, dass Frauen 30 Mal häufiger an Harnwegsinfekten erkranken.

Das bedeutet allerdings nicht, dass Sie weniger Geschlechtsverkehr haben sollten! Stattdessen kann es helfen, dass Sie vor und besonders in der Stunde danach auf die Toilette gehen. Dadurch werden mögliche Erreger aus dem Harnwegstrakt gespült.

5. Cranberry-Extrakt als Präparat

Viele Frauen, die häufig mit einer Blasenentzündung zu kämpfen haben, schwören auf literweise Cranberrysaft. Die Forschung ist sich allerdings uneinig, ob er wirklich so gut dagegen hilft. Vielversprechender sollen hingegen Nahrungsergänzungsmittel mit Cranberry-Extrakt sein.

Diese enthalten eine hohe Konzentration einer Substanz namens Proanthocyanidine, welche im Urin zirkuliert und es für Bakterien schwieriger macht, an die Blase anzudocken. Das hat bereits früher eine Vergleichsstudie im Fachblatt „Phytochemistry“ belegt. Mit der Folge, dass das Auftreten von Blasenentzündungen erheblich verringert werden soll. Zumindest bei denjenigen, die generell anfälliger für Harnwegsinfekte sind. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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