1. 24vita
  2. Prävention

Blut spenden: Wie Sie damit Leben retten – und warum auch Spender davon profitieren

Erstellt:

Von: Laura Knops

Kommentare

Wer Blut spendet, rettet Leben. Doch auch die eigene Gesundheit profitiert von einer Blutspende. Wir haben die wichtigsten Fakten.

München – In Deutschland werden täglich rund 14.000 Blutspenden benötigt. Ob nach einem schweren Unfall, einer größeren Operation oder zur Behandlung einer bedrohlichen Krankheit – wer regelmäßig Blut spendet, hilft damit, Leben zu retten. Doch auch die eigene Gesundheit kann von einer Blutspende profitieren. Warum Sie mal wieder zur Blutspende gehen sollten und wie die Blutabnahme abläuft, erfahren Sie hier.

Blut spenden: Wie Sie damit Leben retten – und warum auch Spender davon profitieren

Die gute Nachricht vorweg: Wer einmal Blut spendet, macht es in der Regel häufiger. Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ist die Bereitschaft, Blut zu spenden, jedoch in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Gerade während der Corona-Pandemie hat sich der Bestand der Blutkonserven stark verringert.

Blut läuft während einer Blutspende vom Arm einer Spenderin durch eine Nadel in einen Beutel. (Symbolbild)
Eine Blutspende hilft nicht nur anderen, auch der eigene Körper kann davon profitieren. (Symbolbild) © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Darüber hinaus sind vor allem ältere Menschen bereit, ihr Blut zu spenden. Da allerdings immer mehr langjährige Spender die Altersgrenze erreichen, kommen sie für eine Blutspende nicht mehr infrage. Dabei ist beinahe jeder Deutsche mindestens einmal in seinem Leben auf eine Blutspende angewiesen. So benötigen etwa 80 Prozent der Bevölkerung hierzulande früher oder später die lebensrettende Maßnahme.

Blut spenden: Diese Blutgruppen sind besonders begehrt

Damit eine Blutspende Leben retten kann, müssen Spender- und Empfängerblut kompatibel sein* – also der gleichen Blutgruppe angehören. Ist dies nicht der Fall, kann die Bluttransfusion tödlich enden. Denn erhält ein Patient eine unpassende Spende, reagiert das Immunsystem im schlimmsten Fall auf die fremden Blutkörperchen.

Zu den Blutgruppen, die am häufigsten gebraucht werden, gehören neben seltenen Blutgruppen vor allem die Blutgruppen A Rhesus positiv und Null Rhesus positiv. Diese Blutgruppen sind in der Bevölkerung weit verbreitet. Eine besondere Stellung haben zudem Spender mit der Blutgruppe null und dem Rhesusfaktor negativ. Da ihr Blut mit allen Blutgruppen kompatibel ist, kann es im Notfall immer eingesetzt werden.

Noch mehr spannende Gesundheits-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Blut spenden: Die wichtigsten Fakten zur Blutspende

Zum Schutz von Spender und Empfänger ist laut dem deutschen Transfusionsgesetz (TFG) strengstens geregelt, wer Blut spenden darf und wer nicht. Folgende Voraussetzungen müssen Spender daher erfüllen:

Auch, wenn es gut meint ist – übertreiben sollte man es nicht. So dürfen Frauen jährlich bis zu vier Mal Blut spenden, Männer sogar bis zu sechs Mal. Zwischen den Blutabnahmen sollten mindestens acht Wochen liegen, um den Eisenverlust auszugleichen.

Blut spenden: Darum ist Blutspenden auch für den Spender gesund

Spricht aus gesundheitlichen Gründen nichts gegen die Blutabnahme, kann eine Blutspende auch für den Spender Vorteile haben. So kann regelmäßiges Blutspenden laut dem Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) einen positiven Effekt auf den Blutdruck haben und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Wissenschaftler der Berliner Charité fanden zudem heraus, dass Blutspender sich leistungsfähiger fühlen und offenbar über eine gesteigerte Immunabwehr verfügen.

Blutspender profitieren auch direkt von der Blutabnahme: So wird das Blut kostenlos auf verschiedene Krankheitserreger wie HIV, Hepatitis und Syphilis untersucht. Zudem verliert jeder Spender rund 2000 bis 3000 Kalorien während der Blutabnahme. Da der Körper diese Energie jedoch benötigt, um das Blut neu zu bilden, sollte man keinesfalls häufiger als empfohlen Blut spenden. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

Auch interessant

Kommentare