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Bauchumfang und BMI: Mit diesem Maß bestimmen Sie Ihr Idealgewicht

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Von: Laura Knops

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Das ideale Körpergewicht lässt sich mit dem Body-Mass-Index (BMI) berechnen. Wo das Fett sitzt und welche gesundheitlichen Risiken damit einhergehen, berücksichtigt der Wert allerdings nicht.

Bonn – Verschiedene Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Fettleber werden mit Übergewicht in Zusammenhang gebracht. Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollten Betroffene frühzeitig eingreifen. Um zu bestimmen, welchen Einfluss das Gewicht auf die Gesundheit hat, kann man verschiedene Werte zurate ziehen. Neben dem bekannten Body-Mass-Index (BMI), der das Verhältnis von Größe und Gewicht berechnet, gibt es zudem eine etwas neuere Methode, die auch den Körperfettanteil mit einbezieht. Wie sich die beiden Werte unterscheiden und wie Sie sich berechnen lassen, erfahren Sie hier.

BMI und Bauchumfang: Mit diesem Maß bestimmen Sie Ihr ideales Gewicht

Wer sein Idealgewicht bestimmen möchte, greift gerne zum sogenannten Body-Maß-Index (BMI)*. Dieser Wert berechnet sich aus Gewicht und Körpergröße und soll Auskunft darüber geben, ob man unter-, normal- oder übergewichtig ist. Anhand folgender Formel kann man seinen BMI ganz einfach selbst berechnen: BMI = Gewicht / (Körpergröße x Körpergröße).

Während ein BMI zwischen 18,5 und 24,9 laut dem Bundeszentrum für Ernährung als Normalgewicht gilt, wird alles, was darunter liegt, als Untergewicht definiert, alles darüber als Übergewicht. Unter Medizinern gilt der BMI jedoch bereits als überholt. Denn die „Maßeinheit“ setzt Körpergewicht und -größe ins Verhältnis, Körperfett und Muskelmasse werden dagegen gar nicht berücksichtigt.

BMI und Bauchumfang: Taille-zu-Größe-Verhältnis (WtHR)

Als aussagekräftiger gilt das Taillen-Größen-Verhältnis oder Taillen-Hüft-Verhältnis, welches auch den Körperbau mit einbezieht. Das Verhältnis von Taille zur Körpergröße, auch Waist-to-Height-Ratio (WtHR) genannt, ebenso wie das Verhältnis von Taille zu Hüfte (Waist-to-Hip-Ratio, WHR) berücksichtigen dabei neben der Statur auch das innere (viszerale) Bauchfett beziehungsweise den Körperfettanteil.

Mit einem Maßband lässt sich ermitteln, ob man tatsächlich zu viel Bauchfett hat. Grundsätzlich gilt dabei: Der Taillenumfang (am besten am Morgen, auf Nabelhöhe im ausgeatmeten Zustand gemessen) sollte nicht mehr als die Hälfte der Körpergröße betragen. Bei Frauen sollte der Umfang unter 88 Zentimetern, bei Männern unter 102 Zentimetern liegen.

BMI und Bauchumfang: So berechnen Sie das Taille-zu-Hüft-Verhältnis

Um den WtHR-Wert zu berechnen, wird der Taillenumfang in Zentimetern durch die Körpergröße in Zentimetern geteilt. Für unter 40-Jährige ergibt sich daraus ein maximaler Wert von 0,51. Werte, die darüber liegen, gelten bereits als kritisch, Werte unter 0,4 als untergewichtig.

Ab einem Alter von 40 Jahren werden die weiteren Lebensjahre in die Berechnung des WtHR mit einbezogen. Bei Älteren verschiebt sich der Wert dann pro Lebensjahr um 0,01 Punkte nach oben, bis zu einem Maximalwert von 0,61.

BMI und Bauchumfang: Bauchfett besonders gefährlich

Besonders bei Menschen, die sehr wenig Muskelmasse vorweisen können, liegt der BMI häufig falsch. In diesem Fall gilt der WtHR-Wert als zuverlässiger. Den Studien zufolge haben Fettpölsterchen am Bauch deutlich negativere Auswirkungen auf die Gesundheit als Fettablagerungen an Oberschenkeln oder Po.

Der Grund: Das Viszeralfett kann sich um die inneren Organe anreichern, produziert verschiedene Hormone und löst so möglicherweise Entzündungsreaktionen im Körper aus. Damit erhöht sich auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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