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Booster-Impfung gegen Corona: Ist ein Antikörper-Test vorab sinnvoll?

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Von: Christine Pander

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Einige Blutproben sind nebeneinander aufgereiht und zur Untersuchung vorbereitet. (Symbolbild)
Im Blut kann untersucht werden, ob Antikörper gegen Covid-19 vorhanden sind. (Symbolbild) © Peter Kovalev/ Imago

Wer zwei Corona-Impfungen hinter sich hat, fragt sich vielleicht, ob er die Entscheidung für den dritten Schuss vom Antikörpertest abhängig machen sollte. Das sagen Experten.

Berlin – Der Antikörpertest soll Klarheit bringen: So denken derzeit viele, die sich Gedanken über eine dritte Impfung, die sogenannte Booster-Impfung gegen Covid-19, machen. Dieser Test vorab soll Aufschluss darüber geben, ob die Nachimpfung sinnvoll ist oder nicht. Denn wer noch genug Antikörper von den Impfungen im Blut hat, braucht keinen Booster, so eine weit verbreitete Meinung. Doch welche Aussagekraft hat ein Antikörpertest überhaupt?

Booster-Impfung gegen Corona: Ist ein Antikörpertest vorab sinnvoll?

Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums ist es nicht nötig, vor der Booster-Impfung einen Antikörpertest durchzuführen. Prinzipiell geben die Tests zwar einen Hinweis darauf, ob der oder die Betroffene schon eine Infektion durchgemacht hat oder ob Antikörper vorhanden sind. Einen Grenzwert, ab welcher Antikörperkonzentration ausreichend Schutz gegen das Virus aufgebaut ist, gibt es aber derzeit noch nicht.

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Ob man nun weiß, in welcher Höhe Antikörper vorhanden sind, ist laut BMG daher auch überhaupt nicht entscheidend. Außerdem gibt es den Experten zufolge auch bislang keine Hinweise darauf, dass die Impfung bei hoher Antikörperkonzentration im Blut gefährlich ist. Eine Art Überimpfung kann demnach nicht stattfinden.

Booster-Impfung gegen Corona: Forscher suchen weltweit nach Schwellenwert für Antikörper

Momentan beschäftigen sich Forscher weltweit mit der Frage, wie man einen messbaren Schwellenwert für Antikörper zur Bestimmung eines Impfschutzes gegen das Coronavirus festlegen kann. Der Nachweis von Antikörpern und deren Höhe bezüglich des Immunschutzes allein ist aber dem BMG zufolge nicht aussagekräftig.

Fehlende Antikörper seien kein Hinweis für das Fehlen einer Immunreaktion. Denn es gebe Hinweise aus Untersuchungen bei Genesenen, die darauf hindeuten, dass diese ohne nachweisbare Antikörper einen Schutz gegen das Virus durch T-Zellen haben. Wem die Auffrischimpfung besonders empfohlen wird, lesen Sie hier.* *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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