1. 24vita
  2. Prävention

Brandgefährliche Ethanol-Kamine: Stiftung Warentest warnt vor verpesteter Raumluft

Erstellt:

Von: Christine Pander

Kommentare

Eine moderne Wohnzimmerlandschaft mit Ethanol-Kamin vor einer orangenen Wand. (Symbolbild)
Kamine mt Ethanol sind beliebt, stehen aber auch in der Kritik. (Symbolbild) © archideaphoto/Imago

Beliebt, aber gefährlich: Ethanol-Kamine können nicht nur in Flammen aufgehen. Sie geben auch Schadstoffe in die Umgebungsluft ab. Tipps, worauf Sie achten sollten.

Berlin – Kamine sind beliebt, weil sie eine ganz besondere Raumatmosphäre schaffen. Doch nicht in jedem Wohnzimmer ist Platz und manch einen schreckt auch der Gedanke an Ruß, Rauch und Holzhacken. Ethanol-Kamine sind da auf den ersten Blick die Lösung. Doch die Experten der Stiftung Warentest warnen: Ethanol- und Bioethanol-Kamine können brandgefährlich sein.

Brandgefährliche Ethanol-Kamine: Stiftung Warentest warnt vor verpessteter Raumluft

„Mehr­fach wurden in den vergangenen Jahren in Deutsch­land Menschen durch Ethanol-Explosionen teils schwer verletzt“, schreiben die Mitarbeiter von Stiftung Warentest. Ursache dafür seien häufig Bedienungs­fehler oder Miss­geschicke. „Wird Ethanol nachgefüllt, wenn der Kamin noch heiß ist, kann eine Stich­flamme emporschießen.“

Und das wiederum zieht womöglich starke Verbrennungen nach sich, die sich mit einigen Sicherheits-Tipps jedoch verhindern lassen. Die Stiftung Warentest hat einige davon zusammengestellt:

Und noch ein Ergebnis hat die Stiftung Warentest zutage gefördert, das nicht erfreulich ist: Die Kamine geben Schadstoffe an die Umwelt ab. „Ethanol verbrennt vor allem zu Kohlen­dioxid und Wasser­dampf. Aber das sind nicht die einzigen Emissionen“, schreibt das Verbraucherportal. Das französische Verbrauchermagazin „60 Millions de consommateurs“ habe in einem Ölofen-Test auch zwei Ethanol-Kamine geprüft. Die Modelle Wikao Zenith Smart und OneConcept Phantasma Tower hätten in dem Anfang 2021 veröffent­lichten Test ,„katastrophale Ergeb­nisse“ beim Schad­stoff­ausstoß erzielt.

Noch mehr spannende Gesundheits-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

„In einem Versuchs­raum mit konstantem Luft­austausch über­schritt die Konzentration von Kohlen­monoxid, geruchlos und giftig, etwa 13 Milligramm pro Kubik­meter. Laut Welt­gesund­heits­organisation WHO sollten es im Acht-Stunden-Mittel nicht mehr als zehn Milligramm sein“, betonen die Warentest-Experten.

Brandgefährliche Ethanol-Kamine: Krebserregende Stoffe entdeckt

Krebs­er­regendes Form­aldehyd habe bei dem Test Konzentrationen von jeweils 140 und 192 Mikrogramm je Kubik­meter erreicht. Der WHO zufolge sollte der Wert 100 Mikrogramm während 30 Minuten nicht über­schreiten. Auch beim Ausstoß von krebs­er­regendem Benzol und Fein­staub schnitten die getesteten Kamine den Ergebnissen zufolge schlecht ab. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

Auch interessant

Kommentare