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Keine Maskenpflicht? Diese Corona-Regeln sollen ab 20. März kommen

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Von: Judith Braun

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Obwohl die Corona-Infektionszahlen weiter ansteigen, sollen im Frühling Lockerungen kommen. Die Bundesregierung hat eine Kompromisslösung erarbeitet.

Berlin – Ab 20. März sollen mehrere Corona-Maßnahmen in Deutschland fallen, obwohl die Infektionszahlen aktuell wieder steigen. Am Montag (Stand: 14. März) meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) erneut einen Höchstwert. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt demnach bei 1.543 und somit höher als am Vortag (1.526,8) und in der Vorwoche (1.259,2).

Bereits am Sonntag (14. März) teilte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (59, SPD) über den Kurznachrichtendienst Twitter mit, dass Deutschland nun „die höchste Inzidenz in Europa“ aufweist. Dennoch soll im Frühling weiter gelockert und gleichzeitig die Pandemie bekämpft werden. Dafür habe die Bundesregierung nun einen „idealen Kompromiss“ aus Corona-Schutzmaßnahmen und Lockerungen erarbeitet.

Corona in Deutschland: Diese Regeln sollen ab 20. März im Frühling gelten

Obwohl die Corona-Infektionszahlen laut Angaben des RKI derzeit ansteigen und auch Lauterbach kürzlich selbst noch vor einer Sommerwelle warnte, sollen weitere Corona-Lockerungen ab dem 20. März kommen. Lauterbach und Justizminister Marco Buschmann (44, FDP) machten Vorschläge für eine Änderung des am 19. März auslaufenden Infektionsschutzgesetzes.

Ein Mensch läuft auf einer Straße, auf dem Boden liegt eine Corona-Maske (Symbolbild).
Ab 20. März sollen es zu weiteren Corona-Lockerungen kommen. Fällt dann etwa auch die Maskenpflicht? (Symbolbild) © Francis Dean/Dean Pictures/IMAGO

Sie einigten sich auf eine Kompromisslösung, die auf zwei Säulen beruht. Gegenüber dem „ZDF Morgenmagazin“ erklärte Buschmann: „Zum einen wird es im normalen Alltagsleben der Menschen so gut wie keine Einschränkungen mehr geben. Wir werden dort Normalität bekommen.“

Corona-Regeln ab 20. März: Zurück zur Normalität ohne Masken? Welche Ausnahmen gelten

Ausnahmen soll es allerdings bei Tests und Masken geben. Während in Supermärkten und Geschäften die Maskenpflicht wegfallen könnte, wird in Umgebungen mit vielen vulnerablen Personen, wie beispielsweise Krankenhäuser oder Pflegeheime, voraussichtlich weiterhin damit gearbeitet werden.

Auch in den „öffentlichen Verkehrsmitteln wird es noch die Möglichkeit geben, Maskenpflichten anzuordnen“, so Buschmann und versicherte weiter: „Ansonsten haben wir Normalität.“ Bundesweit soll also nur noch ein Basisschutz möglich sein: Maskenpflichten in Pflegeheimen, Kliniken und Nahverkehr – und Testpflicht in Heimen und Schulen. Bundesweit bleiben soll außerdem die Maskenpflicht in Fernzügen und Flugzeugen. Auch in Betrieben und Unternehmen soll es zu Corona-Lockerungen kommen*.

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Corona-Maßnahmen im Frühling: Einführung von Hotspot-Regelung

Die zweite Säule der Kompromisslösung ist „die sogenannte Hotspot-Regelung“. Sollte in bestimmten Gebieten beispielsweise eine Überlastung des Gesundheitssystems drohen oder es zur Verbreitung einer gefährlichen Corona-Variante kommen, können die Länderparlamente zusätzliche schärfere Maßnahmen ergreifen, darunter Maskenpflichten, Abstandsgebote, Hygienekonzepte sowie Impf-, Genesenen- oder Testnachweise wie etwa 3G/2G/2G plus. „Ich denke, das ist der der ideale Kompromiss. Um einerseits so viel Normalität wie möglich für die Bürgerinnen und Bürger zu bekommen und andererseits handlungsfähig zu sein, wenn es tatsächlich eine konkrete Gefahrensituation gibt.“

Corona-Lockerungen ab März 2022: Bundestag berät umstrittenen Gesetzesentwurf

Am kommenden Mittwoch (16. März) soll im Bundestag der Gesetzesentwurf von Buschmann und Lauterbach erstmals beraten werden. Allerdings ist der Vorschlag der beiden Politiker umstritten. So äußerte sich bereits der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (55, CSU) mit heftiger Kritik an Lauterbach*. „Der Bundesgesundheitsminister rechnet mit neuen Wellen, und die Ampel schafft gleichzeitig alle Maßnahmen ab“, sagt er mit Blick auf die rot-grün-gelbe Bundesregierung. „Wenn es nach dem Willen der Ampel geht, ist Corona ab nächster Woche Geschichte. Aber das ist doch nicht die Realität.“ Auch Lothar Wieler, Präsident des RKI, gibt noch keine Entwarnung. Er hält die Corona-Lage in Deutschland derzeit für angespannt. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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