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Homeschooling: Jugendliche schlafen mehr – Forscher haben jetzt Bitte

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Von: Jasmin Pospiech

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Seit dem Beginn der Corona-Pandemie ist für viele Schüler Homeschooling zum Alltag geworden. Dadurch haben sich viele Gewohnheiten zum Positiven verändert.

Zürich – Um sechs Uhr schrillt der Wecker, doch der Sohnemann oder die Tochter wollen einfach nicht aufstehen: Es sei viel zu früh, erklären die Jugendlichen dann gerne. Viele Eltern kennen dennoch kein Pardon, schließlich wissen sie, dass ihre Sprösslinge sicherlich wieder einmal viel zu spät ins Bett gekommen sind. Doch zu wenig Schlaf scheint seit dem Beginn der Corona-Pandemie unter Teenagern kein Problem mehr zu sein.

Homeschooling: Jugendliche schlafen mehr – Forscher haben jetzt Bitte

Denn Schweizer Forscher haben jetzt in einer Studie herausgefunden, dass die Lockdowns und damit verbundenen Schulschließungen auch etwas Positives haben. Infolge des Homeschoolings sollen viele Jugendliche ausgeruhter gewesen sein. Und das wiederum führe dazu, dass der Nachwuchs weniger Kaffee trinken muss, um tagsüber wach zu bleiben. Dadurch, dass zudem weniger soziale Kontakte möglich gewesen sind, habe sich zudem auch der Alkoholkonsum unter Jugendlichen drastisch reduziert.

Die dreckigen Füßes eines Jugendlichen lugen unter einer Bettdecke. (Symbolbild)
Viele Jugendliche müssen im Homeschooling erst später aufstehen und können so mehr schlafen. (Symbolbild) ©  Westend61/Imago

Mit der Folge, dass sich insgesamt die körperliche Gesundheit und auch Lebensqualität vieler Jugendlicher verbessert hat. „Die Schülerinnen und Schüler schliefen während des Lockdowns rund 75 Minuten länger. Gleichzeitig stieg ihre Lebensqualität signifikant und der Konsum von Alkohol sowie Koffein sank“, fasst Co-Studienleiter Oskar Jenni, Entwicklungskinderarzt an der Universität Zürich (UZH), die Ergebnisse zusammen. Schließlich sei auch für viele der Hinweg zur Schule weggefallen, weshalb sie, auch wenn Unterricht stattgefunden hat, erst später aufgestanden sind.

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Homeschooling: Jugendliche schlafen mehr – späterer Schulbeginn?

Deshalb fordern die Wissenschaftler jetzt auch, den Schulbeginn morgens generell weiter nach hinten zu verlegen. Das entspräche einfach mehr dem Biorhythmus junger Erwachsener, die generell lieber länger aufbleiben und schlafen wollen.

Doch das Homeschooling hat auch seine Tücken: Demnach habe die Studie auch belegen können, dass im Lockdown depressive Verstimmungen und Angstzustände unter Jugendlichen ebenfalls zugenommen haben. Außerdem sollen sie insgesamt weniger körperlich aktiv gewesen sein und schließlich mehr Zeit vor Smartphone, Fernseher & Co. verbracht haben. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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