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Vierte Corona-Impfung: Diese Kombination ist am wirksamsten, sagt Epidemiologe

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Von: Jasmin Pospiech

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Das Bundesgesundheitsministerium bereitet die vierte Corona-Impfung vor. Im Fokus stehen ältere und chronisch kranke Bürger. Doch mit welchem Impfstoff?

Berlin – Seit längerem wird bereits über eine vierte Corona-Impfung diskutiert. Israel macht es vor, dort hat Ende Januar sogar ein Expertenrat eine vierte Impfung gegen das Coronavirus für alle Erwachsenen ab 18 Jahren empfohlen. Doch neueste Studien zeigen, dass diese nicht pauschal und ausreichend gegen die Omikron-Variante schützt. Daraufhin hat sich auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (58, SPD) gegen eine „vierte Impfung für alle“ ausgesprochen.

Vierte Corona-Impfung: Diese Kombination ist am wirksamsten, sagt Epidemiologe

Stattdessen mehren sich die Stimmen, dass diese bei gesunden Menschen nicht nötig ist. Experten glauben allerdings, dass sie bei älteren oder chronisch kranken Personen zumindest sinnvoll ist. Doch da stellt sich für die betroffene Personengruppe natürlich die Frage: Welcher Impfstoff ist der richtige für die vierte Impfung? „Da würde man sagen, dass das gerade egal ist“, ist die Antwort von Epidemiologe Professor Timo Ulrichs im Gespräch mit „RTL“.

Eine Frau erhält eine Impfung in den Arm. (Symbolbild)
Laut einer Studie aus Israel bringt eine vierte Impfung bei Omikron weniger als zunächst angenommen. Für ältere und gefährdete Gruppen ist sie dennoch sinnvoll. (Symbolbild) © Fabian Sommer/dpa

Grundsätzlich würden ihm zufolge alle Vakzine – egal, ob Moderna, Biontech oder Johnson & Johnson – die produziert und verimpft werden, den Antikörperspiegel im Blut deutlich heben. Das sorge dafür, dass die Immunabwehr des Körpers angekurbelt und gegen das Eindringen von Krankheitserregern besser gewappnet wird.

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Vierte Corona-Impfung: Kreuzimpfungen bieten besseren Schutz

Allerdings habe sich gezeigt, dass bestimmte Impfstoff-Kombinationen besonders gut anschlagen. Bereits bei der Booster-Impfung habe sich demnach herauskristallisiert, dass zum Beispiel eine Grundimmunisierung mit zweimal Biontech und Moderna als Booster besonders wirksam ist. Das soll ebenfalls umgekehrt gelten.

Kreuzimpfungen werden daher immer öfter empfohlen, um einen besseren Schutz gegen das Coronavirus aufzubauen. Das Ergebnis sei langfristig deutlich besser als, wenn man sich drei oder viermal das gleiche Vakzin verimpfen lässt, so Professor Ulrichs weiter. Das sei „ja auch gut nachvollziehbar, weil dann eine etwas andere Aktivierung des Immunsystems erfolgt und damit das Immunsystem breiter aufgestellt ist in der Immunantwort“, schließt er. *Merkur.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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