1. 24vita
  2. Prävention

Corona-Schnelltests: Ab wann und wie viel Sie dafür bezahlen muss

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Christine Pander

Aufsteller mit Richtungspfeil und Aufschrift 21D Corona Teststation steht in der Innenstadt von München. (Symbolbild)
Kostenlose Schnelltests gehören für die meisten bald der Vergangenheit an. (Symbolbild) © Ralph Peters/Imago

Kostenlose Corona-Schnelltests sind bald Geschichte. Die ab 11. Oktober geltende Verordnung ist nun im Bundesanzeiger erschienen. Doch für manche bleiben sie gratis.

Berlin – Corona-Schnelltests müssen ab 11. Oktober 2021 meist selbst bezahlt werden. Generell gratis bleiben sie noch für Menschen, die sich nicht impfen lassen können, darunter zum Beispiel Kinder unter zwölf Jahren. Das legt eine neue Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums fest, die einen entsprechenden Bund-Länder-Beschluss umsetzt.

Corona-Schnelltests: Ausnahmen für Kinder und Schwangere

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten hatten vereinbart, dass das vom Bund seit Anfang März finanzierte Angebot für kostenlose Bürgertests für alle enden soll. Da inzwischen kostenlose Impfungen für alle möglich sind, sei eine dauerhafte Übernahme der Test-Kosten durch die Steuerzahler nicht länger nötig, hieß es in der Begründung.

Noch mehr spannende Gesundheits-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Die im Bundesanzeiger verkündete Verordnung legt aber auch einige Übergangsregeln fest. So können Kinder von zwölf bis 17 Jahren und Schwangere noch bis 31. Dezember 2021 mindestens einen kostenlosen Test pro Woche machen. Grund ist, dass für sie erst seit kürzerer Zeit eine allgemeine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) vorliegt. Daher soll noch länger Zeit für eine Impfung bleiben.

Corona-Schnelltests: Diese Ausnahmen bestehen weiterhin bei kostenfreien Tests

Generell weiter gratis testen lassen können sich laut der Verordnung Kinder, die das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder erst in den letzten drei Monaten vor dem Test 12 Jahre alt geworden sind. Gratis bleibt es unter anderem auch für Menschen, die zum Beenden einer Quarantäne wegen einer Corona-Infektion einen Test brauchen.

Um auch ab dem 11. Oktober kostenlose Schnelltests zu bekommen, muss man bei der Teststelle einen amtlichen Ausweis mit Foto vorlegen. Bei Kindern ist so auch das Alter nachzuweisen. Extra Nachweise wie ein ärztliches Zeugnis sind nötig, wenn man sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen kann. Eine Diagnose muss nach Ministeriumsangaben nicht angegeben werden. Zum Nachweis einer Schwangerschaft kann demnach der Mutterpass genutzt werden.

Corona-Schnelltests: Das kosten die Tests künftig

Nach Angaben des bayerischen Gesundheitsministeriums obliegt die Preisgestaltung bei Antigen-Schnelltests und PCR-Tests marktwirtschaftlichen Mechanismen. Eine Aussage zu den tatsächlichen Kosten wird daher von der Behörde nicht getroffen werden.* „Die TestV des Bundes sieht derzeit eine Vergütung für Antigenschnelltests in Höhe von 11,50 Euro und für PCR-Tests in Höhe von 51,56 Euro vor. Das heißt, mit Preisen in dieser Größenordnung kann mindestens gerechnet werden“, sagte ein Sprecher der Passauer Neuen Presse. (Mit Material von dpa).*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

Auch interessant

Kommentare