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Darmflora aufbauen: Kartoffeln, Spinat, Haferflocken gegen Durchfall und Verstopfung

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Von: Natalie Hull-Deichsel

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Der Darm reagiert auf Stress, Krankheiten und Medikamente in vielen Fällen gereizt. Bestimmte Nährstoffe können Durchfall und Verstopfung vorbeugen.

Unser Magen-Darm-Trakt muss jeden Tag aufs Neue ziemlich viel aushalten: Da ist es nicht nur die Nahrung, die er verdaut, auch Erkrankungen, Medikamente wie Antibiotika und nicht zuletzt Stress können uns ganz schön auf den Magen „schlagen“. So reagieren viele Menschen darauf mit Verdauungsproblemen. Die Folge können dann Reizdarm mit Verstopfung, Durchfall, Blähungen sowie Krämpfe und Magenschmerzen sein. Mit entsprechenden Nährstoffen können Sie die Symptome lindern oder sogar vermeiden.

Darmflora aufbauen: Kartoffeln, Spinat, Haferflocken gegen Durchfall und Verstopfung

Ein grüner Smoothi mit Spinat, Leinöl und zerriebenen Walnüssen tut dem Magen-Darm-Trakt gut.
Lebensmittel, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind – beispielsweise Spinat, Leinöl und Walnüsse – fördern eine gesunde Darmflora und damit das Wohlbefinden. (Symbolbild) © Uwe Umstätter/Imago

Neben dem größten menschlichen Organ, der Haut, ist es auch der im Durchschnitt acht Meter lange Darm, der uns Auswirkungen von Stress und psychosomatischen Erkrankungen sowie anderen Krankheiten zeigen kann. Ist unsere Körpermitte nicht im Gleichgewicht, dann fühlen wir uns im wahrsten Sinne unwohl. Eine gesunde Darmflora ist mit ihren unzähligen Darmbakterien nicht nur wichtig für die Verdauung, auch das Immunsystem funktioniert besser, wenn das Mikrobiom (Gesamtheit an Mikroorganismen im Darm und auf der Haut) intakt ist.

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Bestimmte Nahrungsmittel können sich positiv auf die Darmflora auswirken – bei akuten wie auch chronischen Beschwerden. Nehmen Sie folgende fünf Lebensmittel regelmäßig auf Ihren Speiseplan, um Ihrer Darmflora etwas Gutes zu tun.

1. Sauerkraut stärkt die Darmflora und kurbelt die Verdauung an

Allseits bekannt ist mittlerweile, dass probiotische Lebensmittel dem Darm guttun, indem sich die enthaltenen Mikroorganismen im Darm ansiedeln und positiv auf die Darmflora auswirken. In der Hinsicht wirkt Sauerkraut fast wie ein probiotisches Wunder – am besten roh oder als Saft. Mit etwas Honig verfeinert, kann Sauerkraut wie Apfelessig dem Darm helfen und die Verdauung ankurbeln.

2. Haferflocken helfen gegen Verstopfung

Neben den Probiotika gibt es noch die präbiotischen Lebensmittel oder unverdaulichen Bestandteile von Nahrungsmitteln (Ballaststoffe), die eine gesunde Entwicklung der Darmbakterien fördern. Haferflocken beispielsweise zählen dazu. In Untersuchungen zeigte sich, dass sich bei 60 Gramm Haferschleim pro Tag – auch als Diät möglich – die Anzahl der guten Darmbakterien erhöhen.

3. Chicorée fördert einen gesunden Darm und guten Stoffwechsel

Chicorée ist nicht nur das ideale Lebensmittel gegen Frühjahrsmüdigkeit und Erschöpfung. Es ist mit seinem löslichen Ballaststoff Inulin auch verdauungsfördernder Balsam im Magen-Darm-Trakt und wirkt sich positiv auf eine gesunde Darmflora aus.

4. Kartoffeln stärken den Darm und die Verdauung

Kartoffeln können schön sattmachen – und warum? Lässt man die beliebte Knolle nach dem Kochen etwas abkühlen, hat dies Auswirkungen auf ihren Stärkegehalt. Es entsteht resistente Stärke, die zu den Ballaststoffen gehört und somit positive Effekte auf die Darmflora hat. Die resistente Stärke der Kartoffel zersetzt sich nicht mehr im Verdauungstrakt und sättigt dadurch langanhaltend.

5. Spinat ist gut für den Darm und senkt das Risiko von Darmkrebs

Grünes Gemüse ist besonders gesund! Neben Brokkoli zählt auch Spinat dazu. Letzteres ist nicht nur reich an Vitamin C, auch die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren fördern eine gesunde Darmflora. Eine Portion blanchierter Spinat enthält 362 Milligramm der gesunden Fette. Oder wie wäre es mit einem leckeren Spinat-Fenchel-Shake? Der regelmäßige Verzehr von Spinat soll sogar das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, um die Hälfte reduzieren, laut Studie.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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