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Dehnungsstreifen: Helfen Cremes und Öl gegen die Streifen auf der Haut?

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Von: Kristina Wagenlehner

Dehnungsstreifen: Die kleinen weißen Streifen an Bauch, Brust und Po kennen viele und wollen sie wieder loswerden. Ein Hautarzt verrät, ob Eincremen und Einölen hilft.

Buxtehude – Dehnungsstreifen finden sich besonders häufig an Brust, Bauch, Oberschenkeln und Po. Viele Menschen empfinden sie als unschön und wollen sie mithilfe von Cremes und Ölen wieder loswerden – und gehen damit einem Irrglauben auf dem Leim.

Dehnungsstreifen: Wie Schwangerschaftsstreifen entstehen

Sie sind anfangs bläulich-rötlich, später schimmern sie weißlich. Dehnungs- oder auch Schwangerschaftsstreifen entstehen dadurch, dass die Haut gedehnt wird und das Bindegewebe unter der Oberhaut einreißt. Das passiert, wenn die Haut über längere Zeit unter Spannung steht, beispielsweise während einer Schwangerschaft. Daher der Name. Auch in der Pubertät kann es zu Dehnungsstreifen kommen, wenn der Körper als Ganzes schneller wächst, als die Haut in Wachstum und Entwicklung hinterherkommt. Frauen, die später Mutter werden, haben in dieser Hinsicht sogar einen Vorteil. Da ihre Haut nicht mehr so straff ist, bekommen sie seltener Schwangerschaftsstreifen.

Dehnungsstreifen: Gekommen, um zu bleiben

„Jeder, der sagt: ,Damit kriegt ihr sie weg‘, der lügt“, sagt Hautarzt Eckhard Breitbart. Dehnungsstreifen verschwinden nie wieder vollständig, sagt Breitbart und warnt vor überzogenen Versprechungen der Kosmetikindustrie. „Einölen hilft nicht, weil die Risse tiefer liegen. Da können Sie von außen auf die Haut draufschmieren, was Sie wollen, das kriegen Sie nicht wieder repariert.“

Allerdings gibt es neue Methoden, mit denen über Hitze oder Kälte das Bindegewebe etwas zusammengeschrumpft werden kann. Verschwinden werden die Streifen aber damit auch nicht. Solche Eingriffe irritieren die Haut zudem gut und gern.

Dehnungsstreifen: Das unterstützt Ihr Bindegewebe

Dehnungsstreifen können zwar nicht verschwinden, aber Sie können vorbeugen. Wenn Sie Ihre Haut pflegen, können Sie zudem die Dehnungsstreifen lindern. Breitbart rät, die Haut in Schuss halten: mit Bewegung, Sport und einer „völlig normalen Ernährung“. Alles, was die Durchblutung anregt, tut gut. Dadurch kann die leichte Entzündung von Dehnungsstreifen schneller verschwinden. Dann werden sie mit der Zeit immer weißer und weniger auffällig. Eine gute Pflege mit leichter Massage hilft also grundsätzlich, beseitigt aber nicht die Streifen.

Was die Haut und das Bindegewebe unterstützt:

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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