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Demenz-Studie: Diese Diät kann Entzündungen im Gehirn vorbeugen

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Von: Jasmin Farah

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Viele Menschen haben Angst, im Alter an Demenz zu erkranken. Doch dieser kann man vorbeugen, sagen Forscher – mit der richtigen Ernährung. Die sieht folgendermaßen aus.

Athen – Demenz: Für viele ist dieser Begriff ein Schreckgespenst, von dem man hofft, im Alter verschont zu bleiben. Schließlich will niemand zunehmend vergesslich werden, sich an seine Liebsten nicht mehr erinnern können oder im Alltag immer weniger selbstständig werden. Manche erleben das auch im unmittelbaren Familien- oder Freundeskreis mit und wissen, wie schwierig diese Hirnerkrankung für Betroffene und Angehörige ist.

Demenz-Studie: Diese Diät kann Entzündungen im Gehirn vorbeugen

Doch die Anzahl der Demenz-Erkrankungen der über 60-Jährigen ist weltweit in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Laut Daten der Vereinten Nationen sollen diese bis 2050 sogar einen Wert von 2,1 Milliarden erreichen. Zum Vergleich: Im Jahr 2017 waren es 962 Millionen. Doch um einer Demenz vorbeugen zu können, muss man erst verstehen, wie sie entsteht. (Grippeimpfung senkt Demenzrisiko? Studie verspricht sogar um zwölf Prozent)

Ein griechischer Bauernsalat. (Symbolbild)
Wie wäre es öfter mal mit einem griechischen Bauernsalat? Gemüse, Olivenöl und Co. sind sehr gesund. (Symbolbild) © Mikhailova Liubov/Imago

Bei einer Demenz sterben Gehirnzellen aufgrund krankhafter Prozesse ab. Laut britischen Forschern sind dabei vermutlich Entzündungen im Gehirn aufgrund des Alterungsprozesses verantwortlich, die diese weiter befeuern. Eine neue Studie aus Athen hat dies zum Anlass genommen und untersucht, ob und inwiefern eine antientzündliche Ernährung das Risiko, an Demenz zu erkranken, verringern kann.

Dazu haben sie die Ernährungsweisen von 1.059 älterer Menschen in Griechenland analysiert. 62 von ihnen sollen nach Abschluss der Studie im Laufe von drei Jahren an Demenz erkrankt sein. Ihre Studie haben die Forscher im medizinischen Fachblatt „Neurology“ veröffentlicht.

Demenz-Studie: Mittelmeer-Diät kann dagegen helfen

Das Ergebnis: Diejenigen, die besonders viele Lebensmittel, die Entzündungen im Körper begünstigen sollen, gegessen haben, hatten ein dreimal höheres Risiko, an Demenz zu erkranken, im Gegensatz zu denjenigen, die sich antientzündlich ernährten. Zu den Nahrungsmitteln der ersten Gruppe gehören:

Andere Lebensmittel werden hingegen in der Forschung schon seit längerem für ihre gesundheitsförderlichen Eigenschaften angepriesen. Darunter:

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Demenz-Studie: Studienautor ordnet ein

Es gibt zwar wenig Forschung zu den Effekten, die eine antientzündliche Ernährung auf die Denkleistung hat. Dennoch sprechen sich immer mehr Studien für eine positive Wirkung einer solchen Diät aus, während verarbeitete und zuckerreiche Lebensmittel hingegen als möglicher Faktor für eine Vielzahl von Erkrankungen gehandelt wird. (Alzheimer-Studie: Wer dieses Persönlichkeitsmerkmal hat, ist besonders gefährdet)

„Es gibt wohl einige potenzielle ernährungstechnische Werkzeuge in Ihrem Zuhause, die Entzündungen bekämpfen können, welche wiederum die Hirnalterung beeinflussen“, fasst Autor Dr. Nikolaos Scarmeas der Nationale und Kapodistrias-Universität Athen schließlich das Ergebnis der neuen Studie gegenüber dem medizinischen Fachblatt „Medical News Today“ zusammen. *24garten.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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