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Zucker: Kalorien, Krankheiten und ihre Symptome – Wie ungesund ist Zucker wirklich?

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Von: Laura Knops

Zucker ist nicht nur schädlich für die Zähne, er kann auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes auslösen. Wie sich übermäßiger Zuckerverzehr auf den Körper auswirkt und welche langfristigen Folgen das haben kann.

Bonn – Übergewicht, Diabetes und Karies: Wer zu viel Zucker zu sich nimmt, lebt gefährlich. Denn schon lange ist bekannt, dass ein hoher Zuckerkonsum krank machen kann. Doch Zucker gänzlich vom Speiseplan zu streichen, ist gar nicht so einfach. Woran Sie erkennen, dass sie zu viel Zucker zu sich nehmen, was dabei im Körper passiert und wie viel Gramm pro Tag gesund sind, erfahren Sie hier.

Wie ungesund ist Zucker wirklich?

Bereits als Kinder verfallen viele dem Zucker. Doch auch als Erwachsene können sich einige Menschen ein Leben ohne Zucker kaum vorstellen. Egal ob in Kuchen, Desserts, Toastbrot oder Ketchup: Jährlich nimmt jeder Deutsche im Durchschnitt rund 32 Kilogramm raffinierten Zucker zu sich.

Forscher sind sich sicher: Der erhöhte Zuckerkonsum bleibt im Körper nicht ohne Folgen. So wird übermäßiger Zuckerkonsum nicht nur mit Karies und Diabetes in Verbindung gebracht, sondern auch mit Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Leberleiden.

Zu viel Zucker: Das passiert im Körper

Bereits mit dem ersten Bissen beginnt im Körper ein komplexer Verdauungsprozess. Nehmen wir Zucker zu uns, egal ob in Form von Industriezucker oder verarbeitet in einem Lebensmittel, werden die komplexen Zuckerketten in ihre einzelnen Bestandteile zerlegt.

In Form von Einfachzucker wie Glucose und Fructose gelangen die Zuckermoleküle vom Darm direkt ins Blut. Dadurch steigt der Blutzuckerspiegel an und der Körper beginnt vermehrt das Hormon Insulin zu produzieren, welches den Transport der Glucose in die einzelnen Zellen sicherstellt.

Welche Krankheiten verursacht Zucker? Diese Symptome deuten auf einen hohen Zuckerkonsum hin

Nehmen wir zu viel und vor allem zu häufig Zucker zu uns, kann dass den natürlichen Verdauungsprozess beeinflussen. Denn mit der Zeit fällt es dem Körper immer schwerer, den Zucker in den Zellen einzulagern - es tritt ein Gewöhnungseffekt ein. Der Organismus braucht also immer mehr Insulin, um den Zucker zu verarbeiten.

Die Folgen eines zu hohen Zuckerkonsums sind dabei vielfältig. Erste Symptome, die auf eine erhöhte Aufnahme hindeuten, sind beispielsweise Hautunreinheiten, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Karies.* In Kombination mit Bewegungsmangel kann es zudem langfristig zu schlechten Leberwerten oder einer Leberverfettung kommen.

Folgende Beschwerden zählen zu den häufigsten Anzeichen:

Da Zucker zudem häufig in kalorienreichen Lebensmitteln vorkommt, kann ein hoher Zuckerkonsum langfristig auch zu Übergewicht führen. Anders als viele denken, sind im Zucker jedoch gar nicht so viele Kalorien enthalten. Mit etwa vier Kilokalorien pro Gramm besitzt Zucker deutlich weniger als reiner Alkohol (7 Kilokalorien pro Gramm) oder Fett (9 Kilokalorien pro Gramm).

Zuckerverzicht und Alternativen: Wie viel Zucker ist gesund?

Klar ist: Der Körper braucht zum Überleben weder raffinierten Zucker noch Zuckeralternativen. Denn der Organismus benötigt zwar Glucose, um optimal funktionieren zu können. Glucose, auch Traubenzucker genannt, kann der Körper allerdings aus allen Arten von Kohlenhydraten herstellen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt daher eine maximale Zuckerzufuhr von weniger als fünf Prozent der gesamten Energiezufuhr pro Tag. Das sind etwa 25 Gramm pro Tag - oder rund sechs Teelöffel*, wie Merkur.de berichtet. Etwas mehr freier Zucker ist laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) schon erlaubt. Laut DGE sollte freier Zucker demnach maximal zehn Prozent der gesamten Energiezufuhr ausmachen. *Merkur.de und 24garten sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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