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Honig kann Diabetes vorbeugen: Studie klärt über einen gängigen Irrtum auf

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Von: Jasmin Farah

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Zum Frühstück oder im Tee: Honig ist in Deutschland sehr beliebt. Zu Recht? Schließlich ist doch viel Zucker enthalten. Eine Studie klärt über einen gängigen Irrtum auf.

Honig ist ein vielseitiges Naturprodukt. Es ist seit je her ein altbewährtes Heil- und Hausmittel, etwa bei Erkältung oder grippalen Infekten und kann deren Symptome lindern. Schon im alten Ägypten hat man seine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung zu schätzen gewusst und in der Wundheilung angewandt. Doch sein Zuckergehalt ist nicht zu unterschätzen, weshalb Ernährungsexperten empfehlen, ihn nur sparsam einzusetzen. Doch ist er wirklich genauso schädlich wie reiner Haushaltszucker?

Ist Honig ein gesünderer Zucker? Forscher sagen Ja

Eine aktuelle Studie der University of Toronto widerspricht dem. Stattdessen hat sie ergeben, dass, wer regelmäßig Honig isst, bessere Cholesterin- und Blutzuckerwerte aufweist. Seine gesundheitlichen Vorteile überwiegen demnach so stark, dass die Forscher nun klarstellen, dass Zucker nicht gleich Zucker ist. Honig sei ihnen zufolge gesund und nicht länger mehr nur eine weitere Zuckerquelle in der Nahrung, die es zu meiden gilt.

Eine junge Frau hält ein Honigglas in der Hand.
Honig ist lecker und gesund, das bestätigen auch Forscher. © Lisa und Wilfried Bahnmüller/Imago

Die Wissenschaftler haben für ihre Studie Daten aus 18 vorherigen kontrollierten Versuchen mit insgesamt 1.105 Probanden ausgewertet. Dabei habe man festgestellt, dass Honig den Nüchternblutzucker verringern kann, welcher ein Parameter für die Blutzuckermessung ist, um Diabetes zu diagnostizieren. Die Studie wurde im Fachjournal Nutrition Reviews veröffentlicht. Die Vorteile von Honig wären sogar noch offensichtlicher, so die Forscher, wenn sie nur von einer Blütenquelle stammen, besonders vom Klee und der Robinie, oder es sich um rohen Honig handelt.

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Haushaltszucker besser künftig gegen Honig ersetzen?

In Bezug auf die Prävention von Diabetes erklärt Forsche und Koautor Tauseef Khan: „Wir sagen nicht, dass man jetzt Honig essen sollte, wenn man momentan auf Zucker verzichtet. Was man aus der Studie mitnehmen kann, ist, dass es mehr als Ersatz zu sehen ist – wenn man Haushaltszucker, Sirup oder andere Zuckerstoffe verwendet. Diese gegen Honig auszutauschen, scheint das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verringern.“

Das sollte vielen nicht schwerfallen. Schließlich schmeckt auch Honig süß, hat je nachdem, woher er stammt, auch verschiedene Aromen. Darüber hinaus enthält er einige Nährstoffe sowie Mineralstoffe und Vitamine. Zu viel Haushaltszucker kann hingegen dick und krank machen, warnen Ernährungsexperten. Doch ihn mit Fruktose zu ersetzen, ist keine gute Idee, sagen Ärzte.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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