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Dry January: Einen Monat keinen Alkohol? Gut, aber nicht die Lösung

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Von: Anna Katharina Küsters

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Während des sogenannten Dry January trinken Menschen einen Monat lang bewusst keinen Alkohol. Das hat Vorteile für den Körper, doch etwas anderes bringt mehr.

Köln – Der Januar beginnt bei vielen Menschen mit guten Vorsätzen. Sei es, mehr Sport zu treiben, weniger oder gesünder zu essen oder auf Alkohol zu verzichten. Seit ein paar Jahren zeichnet sich vor allem der letzte Entschluss als großer Trend ab. Wer im Januar komplett auf Alkohol verzichtet, begeht einen sogenannten Dry January. Das bringt für den Körper viele Vorteile mit sich, doch Experten und Expertinnen warnen: Ein Dry January ist kein Freifahrtschein, den Rest des Jahres hemmungslos Alkohol zu trinken.

Dry January: Darum ist das Alkoholfasten nicht unproblematisch

Die Weihnachtszeit ist nicht nur von vielen Süßigkeiten und deftigen Speisen wie Braten geprägt, sondern oft auch von viel Alkohol. Neben Bier, Wein und Sekt kommt auch noch der bestechend leckere Glühwein hinzu. Gegen Ende des Jahres sind einige dann den vielen Alkohol überdrüssig und entscheiden sich für einen Monat Fastenzeit, dem sogenannten Dry January. In diesem Monat trinken sie keinen Tropfen Alkohol und das wirkt sich laut dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) auch recht schnell auf den Körper aus:

Zu sehen ist ein Glas Rotwein und die Hände eines Mannes, die das Getränk abwehren. (Symbolbild)
Beim Dry January verzichten Menschen einen Monat lang auf Alkohol. (Symbolbild) © AndreyPopov/Imago

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Durchaus erstrebenswerte Ziele, denn oft vergessen Trinkfans: Alkohol ist ein Gift, das dem Körper schadet. Besonders bei Frauen steigt durch regelmäßigen Alkoholkonsum das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. In Deutschland sind die Menschen besonders trinkfreudig. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) für Jugendliche und junge Erwachsene hält fest, dass alle Menschen zwischen 15 und 65 Jahren in Deutschland pro Jahr 14,6 Liter Reinalkohol trinken. Bier ist dabei mit Abstand das beliebteste alkoholische Getränk. Etwas Abstand von dem flüssigen Gift zu nehmen, tut also durchaus gut.

Dry January: Genuss in Maßen ist die Lösung

Alkoholabstinenz ist gut, aber im Grunde gar nicht nötig, wenn Menschen den Rest des Jahres Alkohol in Maßen genießen. So ergibt es für die eigene Gesundheit wenig Sinn, im Januar komplett auf Alkohol zu verzichten und dafür den Rest des Jahres jeden Tag tief ins Glas zu schauen. Besser ist es laut Expertinnen und Experten, mindestens an zwei Tagen in der Woche gar keinen Alkohol zu trinken. An den restlichen Tagen sollten Bierfans eine bestimmte Grenze nicht überschreiten. Allgemein gilt, dass Frauen nicht mehr als 0,3 Liter Bier oder 125 ml Wein pro Tag trinken sollten. Bei Männern ist der Wert mit 0,5 Litern Bier oder 250 ml Wein pro Tag etwas höher. Der Dry January ist also ein gutes Vorhaben, wenn dann der Rest des Jahres der Alkoholkonsum ebenfalls im Rahmen bleibt. *24garten.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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