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Eichenprozessionsspinner: Deshalb sind die Raupen so gefährlich

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Von: Christine Pander

Klein, behaart und gefährlich: Eichenprozessionsspinner können der Gesundheit Schaden zufügen. Vorsicht daher beim Spaziergang!

Köln – Vielerorts sind jetzt wieder Eichenprozessionsspinner unterwegs. Die Raupen schlüpfen meist schon im Frühling, sobald die Temperaturen ausreichend hoch sind und einige Zeit stabil bleiben. Auch wenn der Falter auf den ersten Blick vielleicht gar nicht so bedrohlich aussieht, haben es vor allem seine feinen Brennhaare in sich.

Eichenprozessionsspinner: Die Brennhaare sind am gefährlichsten

Daher wird sich der ein oder andere Spaziergänger vielleicht Sorgen machen. Und das zu Recht: Denn die Brennhaare dieses Schädlings können allergische Hautreaktionen, Augenreizungen, Husten, Halsschmerzen und Fieber auslösen, warnt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

In seltenen Fällen kann der Kontakt mit dem Falter auch einen allergischen Schock auslösen. Die Raupe an sich ist nicht gefährlich, sondern eben nur der Kontakt mit den Brennhaaren: Sie enthalten ein Nesselgift, das bei Berührung mit der Haut Juckreiz, Bläschen und Ausschläge auslösen kann. Mediziner sprechen dann von einer Raupendermatitis, die tagelang anhalten kann.

Eichenprozessionsspinner: Bei Symptomen nach Kontakt zum Arzt gehen

Gelangt das Nesselgift dann auch noch ins Auge, kann das besonders schmerzhafte Folgen haben. Rötungen, Quaddeln und sogar eine Bindehautentzündung sind Medizinern zufolge mögliche Reaktionen.

Wer Kontakt mit einem Eichenprozessionsspinner hatte und spürbare Symptome feststellt, sollte das im Zweifel ärztlich abklären lassen und in der Praxis unbedingt auf den Kontakt mit den Härchen des Eichenprozessionsspinners hinweisen.

Diese Tipps können gegen die Raupen-Attacke helfen:

Die Härchen der Raupen finden sich übrigens nicht nur an den Tieren selbst. Sie liegen auch in der Umgebung ihrer Nester und der Pfade, auf denen sie sich bewegen. Wind kann sie über weite Strecken verteilen. Berühren sollte man weder die Tiere noch ihre Gespinstnester. Etwas ähnlich in der Optik ist übrigens der Buchsbaumzünsler: Allerdings geht von ihm keine Gefahr für den Menschen aus.* (Mit Material von dpa).

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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