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Einsamkeit: Wie sich Homeoffice auf unsere Kommunikation auswirkt

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Von: Jasmina Deshmeh

Wer alleine lebt und noch dazu im Homeoffice arbeitet, kann in der Lockdown-Zeit schnell vereinsamen. Welche Rolle die Kommunikation im Beruflichen dabei spielt, zeigt eine aktuelle Studie.

St. Gallen – Nach über einem Jahr Corona-Pandemie und mehreren Lockdowns haben sich viele Menschen an das Homeoffice gewöhnt. Dass die Zeit trotzdem nicht spurlos an ihrer Psyche vorbeigegangen ist, zeigt eine gemeinsame Studie der Krankenkasse BARMER und der Universität St. Gallen.

Einsamkeit: Homeoffice ist Segen und Fluch zugleich

Über die Vor- und Nachteile des Homeoffice schreibt Stefan Böhm, Studienleiter und Universitätsprofessor sowie Direktor des Center for Disability and Integration, auf dem „news aktuell Blog“: So bedeutet es für MitarbeiterInnen einerseits Freiheiten, wegfallende Arbeitswege und womöglich auch mehr Produktivität. Auf der anderen Seite kann Homeoffice zu Konflikten zwischen Familie und Beruf, Bewegungsmangel und Einsamkeit führen.

Schon im Sommer 2020 befragten Böhm und sein Team für die Studie social health@work ArbeitnehmerInnen zu den Folgen des Homeoffice. Nun, ein halbes Jahr später, interessierten sie sich für die langfristigen Auswirkungen. Die Ergebnisse zeigen, dass der falsche Umgang mit Homeoffice dramatische Folgen auf das Wohlbefinden der MitarbeiterInnen haben kann.

Einsamkeit: Auswirkungen der Pandemie auf die Kommunikation

Lockdown, Home-Office und Videokonferenzen gehören zusammen. Deshalb überraschen die Studienergebnisse zu den Auswirkungen des Homeoffice auf die Kommunikation nicht:

Die Pandemie hat also deutliche Effekte auf unsere Kommunikation – und das kann sich wiederum negativ auf unsere Gesundheit auswirken.

Einsamkeit: Isoliert im Homeoffice

„Das digitale Arbeiten zu Hause und die damit einhergehende räumliche Distanz stellt Beschäftigte vor nie da gewesene Herausforderungen – sowohl in Bezug auf neue Arbeitsprozesse als auch soziale Beziehungen“, schreibt Böhm. Das kann sich auf die soziale Gesundheit – also die Fähigkeit, mit anderen zu interagieren, sinnvolle Beziehungen zu bilden und sich verschiedenen sozialen Situationen anzupassen – auswirken. Immerhin zählen KollegInnen zu den wichtigsten sozialen Kontakten vieler Beschäftigter. In Zeiten von Videocalls kann der fehlende persönliche Kontakt also schnell zur räumlichen Isolation und damit zur sozialen Abgrenzung führen. Das spiegelt sich auch in den Studienergebnissen wider: 23,5 Prozent der mobil Beschäftigten fühlt sich isoliert. Bei nicht mobil Beschäftigten sind es 19,5 Prozent.

Gerade auch stressige Arbeitstage lassen sich leichter bewältigen, wenn man gemeinsam arbeitet und sich aufeinander verlassen kann. Laut der Studie fühlen sich aktuell aber 18,3 Prozent der TeilnehmerInnen alleine, 32,5 vermissen die Gesellschaft. Auch das Teamgefühl kann durch das Homeoffice langfristig leiden: So sank das Zugehörigkeitsgefühl im Team bei mobil Beschäftigten im Vergleich zum Sommer um drei Prozent.

Einsamkeit: 5 Tipps, die helfen können

Um den negativen Folgen des Homeoffice entgegenzuwirken, gibt Gesundheitsforscher Stefan Böhm fünf Ratschläge:

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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