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Folgen des Klimawandels: Gesundheitssysteme nicht ausreichend gerüstet

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Von: Laura Knops

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Viele Regionen sind nur unzureichend auf klimabedingte Veränderungen vorbereitet. Diese Auswirkungen hat der Klimawandel auf die Gesundheit.

München – Die Auswirkungen des Klimawandels haben dramatische Folgen auf die Umwelt. So bedroht die Klimakrise schon jetzt die Lebensräume vieler Menschen und Tiere. Doch klimatische Veränderungen wie Hitzewellen, Extremwetter und Überschwemmungen beeinflussen zunehmend auch die Gesundheit der Weltbevölkerung. Welche Auswirkungen der Klimawandel auf die menschliche Gesundheit hat und warum viele Länder Gegenmaßnahmen trotzdem nur langsam umsetzen, erfahren Sie hier.

Folgen des Klimawandels: Gesundheitssysteme nicht ausreichend gerüstet

Die Folgen des Klimawandels werden in den nächsten Jahren möglicherweise die Gesundheitssysteme vieler Länder überfordern. Zu diesem Schluss kommt eine Reihe internationaler Experten in einem im Fachmagazin „Landet“ erschienenen „Countdown“-Bericht zu Gesundheit und Klimawandel. So sind viele Gebiete bisher nur schlecht auf die gesundheitlichen Auswirkungen der Klimakrise vorbereitet.

Der Flur eines Krankenhauses mit Ärzten und Krankenhauspersonal zu sehen (Symbolbild).
Zu den größten gesundheitlichen Bedrohungen durch den Klimawandel gehören Hitzewellen (Symbolbild). © Shotshop/Imago

Wie ernst die Lage ist, wird bereits jetzt deutlich: Denn der Klimawandel wirkt sich zunehmend auf das Wohlbefinden der Weltbevölkerung aus. Dabei beeinflusst die Klimakrise die menschliche Gesundheit auf vielfältige Weise. So können extreme Wetterereignisse und Umweltveränderungen bestehende Krankheiten verschlimmern, aber auch neue verursachen. Zudem ist nicht jeder gleichermaßen von den Auswirkungen der Klimakrise betroffen. Gerade ältere Menschen kommen mit anhaltend hohen Temperaturen beispielsweise nur schlecht zurecht. Darüber hinaus sind die Auswirkungen in manchen Regionen deutlich früher zu spüren als in anderen.

Folgen des Klimawandels: Staaten mit steigenden Anforderungen überfordert

Obwohl die Anforderungen an die Gesundheitssysteme mit den veränderten Umweltverhältnissen steigen, scheinen die meisten Länder allerdings nur sehr schlecht darauf vorbereitet zu sein. Zwar haben bereits 91 der befragten Regierungen nationale Strategien zu Gesundheit und Klimawandel entwickelt. Ob diese jedoch auch rechtzeitig umgesetzt werden, bleibt jedoch fraglich.

Der häufigste Grund für den schleppenden Ausbau: fehlende finanzielle Mittel. Laut Lancet fließen weltweit lediglich 0,3 Prozent der Gelder, die für den Klimaschutz vorgesehen sind, in die Umsetzung von Gesundheitsstrategien und die Erneuerung der Gesundheitssysteme. Mehr als zwei Drittel der Länder verfügen zudem nur über eine teilweise oder gänzlich fehlende Finanzierung.

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Folgen des Klimawandels: Gesundheitliche Folgen der Klimakrise

Vor allem in Regionen, die besonders mit Hitzewellen, Wassermangel und Ernährungsunsicherheiten zu kämpfen haben, scheint sich die Lage in den nächsten Jahren kaum zu entspannen. Dafür ist laut den Autoren des Lancet-Berichts auch die langsame Umsetzung der Maßnahmen und mangelndes Fachpersonal verantwortlich.

Und das, obwohl die Folgen des Klimawandels vielerorts schon jetzt spürbar sind. So hat der Klimawandel laut dem Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz vielfältige Auswirkungen auf die Gesundheit. Dazu zählen neben den oben genannten Infektionskrankheiten auch zahlreiche nicht-übertragbare Krankheiten wie:

Folgen des Klimawandels: Was können Staaten dagegen tun?

Auch die zunehmende Belastung von Extremwetterereignissen wie Hitze, Stürme, UV-Strahlung, Starkregen und Hochwasser können sich negativ auf die Gesundheit auswirken. Damit verbunden gehen Experten davon aus, dass soziale und psychische Faktoren deutlich häufiger zu Stress, Angstzuständen und Depressionen führen können. 

Saubere Luft, sicherere Städte, gesündere Ernährung und die Eindämmung von Infektionskrankheiten – steht die Gesundheit im Mittelpunkt, würden laut Experten auch die Öffentlichkeit und die Wirtschaft davon profitieren. So braucht es für viele Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels zwar Mut zur Veränderung und möglicherweise auch einige Einschränkungen im alltäglichen Leben. Auf der anderen Seite versprechen diese aber auch eine deutlich bessere Lebensqualität. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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