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Frankreich: Antibabypille für junge Frauen kostenlos

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Von: Kristina Wagenlehner

Eine junge Frau sitzt in Frankreich an der Seine, im Hintergrund ist der Eiffelturm zu sehen. (Symbolbild)
Frankreich: Für Frauen unter 25 ist die Pille jetzt kostenfrei. (Symbolbild) © Agefotostock/Imago

Frankreich: Für Frauen unter 25 Jahren wird die Antibabypille in Zukunft kostenlos. Die Hintergründe für diese Entscheidung lesen Sie hier.

Paris – Für Frauen unter 25 ändert sich in Frankreich nun so einiges in Sachen Verhütung. Das kündigte Gesundheitsminister Olivier Véran auf dem französischen Sender France 2 vergangene Woche an.

Frankreich: Anti-Baby-Pille für Frauen unter 25 kostenlos

Laut Véran sollen Frauen unter 25 künftig nicht mehr für die Anti-Baby-Pille, über die viele Mythen kursieren, zahlen müssen. Die Kosten für die hormonelle Verhütung tragen zukünftig die Krankenkassen. Was ist der Hintergrund dieser Entscheidung? Schließlich stand erst kürzlich das Thema AstraZeneca und Antibabypille in der Diskussion.*

„Immer mehr junge Frauen verzichten aus finanziellen Gründen auf die Verhütung“, erklärte Véran. Mit 25 Jahren würden sie dann mehr verdienen. Ungewollte Schwangerschaften und Abtreibungen sollen damit wohl vermieden werden. Hochrechnungen zufolge wird der neue Beschluss etwa 21 Millionen Euro jährlich kosten.

Hier ein Tipp für alle Frauen, die die Pille einnehmen: besser nicht online bestellen.

Frankreich: Rückgang von Schwangerschaftsabbrüchen

Bisher war es so, dass nur Französinnen unter 18 die Pille kostenlos bekommen haben. Zwischen 2012 und 2018 hat das zu einem Rückgang von Schwangerschaftsabbrüchen geführt: von 9,5 auf sechs je 1.000 Frauen. Seit letztem Jahr bekommen auch Mädchen unter 15 in Frankreich die Anti-Baby-Pille kostenfrei. Bis dahin wurden, nach Angaben der Regierung, pro Jahr rund 1.000 Mädchen zwischen zwölf und 14 Jahren schwanger, 770 von ihnen brachen die Schwangerschaft ab, wie die Ärztezeitung schreibt.

Frankreich: Wenn der Kinderwunsch unerfüllt bleibt

Manchmal ist es aber auch so, dass ein Kinderwunsch ein erhöhtes Risiko birgt. Beispielsweise für Frauen mit Diabetes mellitus. Oder es ist aufgrund einer Krebserkrankung gar nicht mehr möglich, Nachwuchs zu zeugen. Diese Personen haben die Möglichkeit, Eizellen und Spermien einfrieren zu lassen.

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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