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Gesunde Augen: Darum sollten Sie regelmäßig zur Vorsorge gehen

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Von: Laura Knops

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Bleiben Augenerkrankungen zu lange unbemerkt, kann das gefährlich werden. Regelmäßige Vorsorge ist daher Pflicht.

München – Mit zunehmenden Alter steigt das Risiko für Augenerkrankungen drastisch. Werden die Krankheiten früh genug erkannt, lassen sie sich meist gut behandeln. Zu oft bleiben Erkrankungen der Augen allerdings für lange Zeit unbemerkt – und können so die Sehkraft einschränken und bis zur Erblindung führen. Um dies zu verhindern, sollten Sie daher regelmäßig zur Vorsorge gehen. Denn je früher Augenerkrankungen entdeckt werden, umso besser sind die Heilungschancen. Wie oft Sie Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen sollten und welche Leistungen von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden, erfahren Sie hier.

Gesunde Augen: Darum sollten Sie regelmäßig zur Vorsorge gehen

Einige altersbedingte Erkrankungen der Augen verursachen gerade im Anfangsstadium nur selten Beschwerden und bleiben daher oft lange unerkannt. Nur wenige Patienten lassen sich zudem bei fehlenden Anzeichen in die Augen blicken. Treten die ersten Symptome auf, kann es bereits zu spät sein.

Eine Augenärztin untersucht einen Patienten (Symbolbild).
Die meisten Vorsorgeuntersuchungen werden zwar von der Krankenkasse nicht übernommen, sollten jedoch trotzdem regelmäßig durchgeführt werden (Symbolbild). © Westend61/Imago

Rund 10.000 Menschen hierzulande erblinden jedes Jahr. In etwa der Hälfte aller Fälle sind ältere Menschen ab 80 Jahren betroffen. Verschiedene Krankheiten können die Sehkraft einschränken: Neben Alterserscheinungen wie Alterssichtigkeit, bei der die Linse Stück für Stück ihre Elastizität verliert, steigt mit fortschreitendem Alter auch das Risiko für eine gefährliche Makuladegeneration, einer Erkrankung der Netzhaut. Frühzeitige Vorsorgeuntersuchungen beim Augenarzt können einen Sehverlust jedoch verhindern.

Gesunde Augen: So oft sollten Sie zum Augenarzt gehen

Viele Ärzte empfehlen eine regelmäßige Kontrolle der Augen. So kann ein erhöhter Augeninnendruck, den der Patient meist selbst gar nicht bemerkt, auf einen grünen Star (Glaukom) hinweisen. Bleibt ein Glaukom über lange Zeit unerkannt, kann dies den Sehnerv schädigen und zum Erblinden führen. Schleichend verläuft auch die Makuladegeneration (MD), welche die zentrale Sehkraft zerstören kann. Ist der Sehverlust einmal fortgeschritten, lässt er sich nicht mehr rückgängig machen.

Ratsam ist es, ab dem 40. Lebensjahr alle zwei Jahre die Augen auf den grünen Star, ab 55 Jahren auf eine Makuladegeneration untersuchen zu lassen. Sind in der Familie bereits Augenerkrankungen bekannt, rät der Berufsverband der Augenärzte (BVA) und die Deutsche Ophtamologische Gesellschaft (DOG) zudem schon deutlich früher Vorsorgeleistungen in Anspruch zu nehmen.

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Gesunde Augen: Wie läuft eine Vorsorgeuntersuchung beim Augenarzt ab?

Wie genau die ärztliche Untersuchung der Augen abläuft, ist individuell verschieden. In einem Gespräch wird der Arzt sich zunächst über aktuelle Beschwerden, Vorerkrankungen und familiäre Krankheiten informieren. Erst danach folgen weitere Schritte. Diese können folgende Untersuchungen beinhalten:

Gesunde Augen: Welche Vorsorgeuntersuchungen werden von der Krankenkasse übernommen?

Augenärztliche Vorsorgeuntersuchungen sind keine Kassenleistung, sondern fallen unter die sogenannten individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL). Wer keine Beschwerden hat und trotzdem auf eine Augenuntersuchung besteht, muss diese also aus eigener Tasche bezahlen.

Eine Kombiuntersuchung aus Augeninnendruckmessung und Augenspiegelung kostet hierzulande rund 20 bis 40 Euro. Deutlich teurer ist die OCT mit 85 bis 140 Euro. Wer bereits unter Beschwerden leidet, etwa weil die Sehschärfe abgenommen hat, muss die Untersuchung allerdings nicht bezahlen, wenn diese vom Arzt empfohlen wird. Das gilt auch, wenn der Verdacht auf ein Glaukom besteht und der behandelnde Arzt die Druckmessung zur Abklärung empfiehlt. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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