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Glykämischer Index: Diese Lebensmittel lassen ihn schnell ansteigen

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Von: Anna Katharina Küsters

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Der Glykämische Index (GI) hilft dabei, Kohlenhydrate besser zu verstehen und sie besser einzuordnen. Wer ihn versteht, kann seine Ernährung gesund anpassen.

Düsseldorf – Sich gesünder zu ernähren, ist von vielen Menschen zu Beginn des neuen Jahres ein guter Vorsatz. Doch oftmals scheitert es schon an der Auswahl der Lebensmittel, denn hinter vermeidlich guten Zutaten verstecken sich oft Kalorienfallen. Um ein besseres Gefühl für Lebensmittel und deren Zubereitung zu bekommen, gibt es den Glykämischen Index (GI). Er konzentriert sich auf kohlenhydratreiche Lebensmittel und soll helfen, deren Wirkung auf den Körper besser zu verstehen. Dabei macht er klar: Einige Lebensmittel müssen vom Speiseplan herunter.

Glykämischer Index: Diese Lebensmittel lassen ihn schnell ansteigen

Das neue Jahr bietet viele Möglichkeiten und gute Vorsätze sind dabei keine Seltenheit. Für viele ist es wichtig, ein paar Kilos zu verlieren und leichter und gesünder zu leben. Dabei muss nicht immer eine strenge Diät zum Ziel führen, oftmals reicht es schon, gesünder zu kochen. Und dabei hilft ein Blick auf die Kohlenhydrate. Wer sie richtig kombiniert und die entsprechenden Lebensmittel auf die richtige Art und Weise zubereitet, der kann schnell Erfolge beim Abnehmen erzielen.

Unterstützung bekommen wir vom sogenannten Glykämischen Index (GI). Laut der Verbraucherzentrale sagt der GI aus, wie stark die Kohlenhydrate den Blutzuckerspiegel im Körper in die Höhe schnellen lassen. Ist der GI klein, steigt auch der Blutzuckerspiegel langsamer an. Das ist gut, denn ein nach oben schnellender Blutzuckerspiegel kurbelt die Insulinproduktion stark an. Insulin sorgt im Körper dafür, dass die Zellen Zucker weniger schnell aufnehmen und fördert den Aufbau und die Ablagerung von Fett. Bei einem starken Anstieg des Insulinspiegels fällt dieser auch recht schnell wieder ab, was zu Heißhungerattacken führen kann.

Zu sehen ist ein Weißbrot, dass in Scheiben geschnitten ist. Daneben steht ein Gefäß mit Butter und eine Hand bestreicht eine der Weißbrotscheiben. (Symbolbild)
Weißbrot hat einen hohen Glykämischen Index. (Symbolbild) © Shotshop/Imago

Laut Norddeutschen Rundfunk (NDR) beginnt eine Essensspirale, denn aufgrund des Hungerlochs greifen viele Menschen erneut zu süßen und kohlenhydratreichen Speisen. Der Insulinspiegel ändert sich also beständig, was weitreichende Folgen für die Gesundheit haben kann. Die Zuckermoleküle im Blut verkleben mit der Zeit die Blutgefäße, was zu Herz-Kreislauf-Problemen führen kann und Entzündungsprozesse anheizt.

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Glykämischer Index: So funktioniert er

Ein niedriger GI deutet also darauf hin, dass das Lebensmittel den Blutzuckerspiegel weniger schnell steigen lässt. Laut Verbraucherzentrale gilt als Maßstab für die Blutzuckerwirkung reiner Traubenzucker, weil dieser unter allen Lebensmittel den Blutzuckerspiegel am schnellsten nach oben rasen lässt. Traubenzucker hat also einen GI von 100 Prozent.

Nur anhand des GIs abzunehmen, wird jedoch nicht gelingen. Denn wie die Verbraucherzentrale anmerkt, bringt die Bewertung von Lebensmitteln mithilfe des GIs folgende Probleme mit sich:

Nichtsdestotrotz hilft der GI dabei, sich besser auf gesündere Lebensmittel zu konzentrieren. Das zeigt sich zum Beispiel auch daran, dass ballaststoffreiche Lebensmittel wie Hülsenfrüchte einen besonders niedrigen GI haben.

Glykämischer Index: Das sollten Sie essen

Es lohnt sich also, den GI nicht komplett außer Acht zu lassen. Lebensmittel, die Sie lieber meiden sollten, da sie einen besonders hohen GI haben, sind zum Beispiel:

Abnehmwillige sollten beim Einkaufen also die Finger lieber von Weißmehlprodukten lassen und zum Vollkornbrot, Obst und Gemüse greifen. Zudem weist die Verbraucherzentrale darauf hin, dass auch die Glykämische Last (GL) einen guten Richtwert beim Einkaufen geben kann. *24garten.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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