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Gesund älter werden: Großeltern, die Babysitten, leben länger, sagt Studie

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Von: Jasmin Pospiech

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Zeit mit den Enkeln verbringen hält jung, bestätigen aktuell deutsche Forscher. Großeltern, die öfters die Kleinen hüten, leben gesünder.

Berlin – Manche Eltern scheuen sich, ihre Kinder zu den Großeltern zu geben. Schließlich haben sie Angst, dass sie diese überfordern könnten. Andere wiederum, die etwa alleinerziehend oder Vollzeit tätig sind, sind dankbar für Unterstützung. Alleinstehende Eltern müssen häufig Oma und Opa darum bitten, die Kleinen zu hüten. Und wie eine neue Studie zeigt, tut das Alt und Jung sogar gut.

Gesund altern: Großeltern, die Babysitten, leben länger, sagt Studie

Denn wie deutsche Forscher jetzt herausgefunden haben, sollen Großeltern, die häufiger babysitten, länger leben. Für ihre Untersuchung haben die Wissenschaftler 500 Erwachsene über 70 Jahre über einen Zeitraum von 20 Jahren begleitet. Alle zwei Jahre mussten die Probanden Fragen beantworten und medizinische Tests durchführen lassen. Zudem wurden sie gefragt, wie oft sie sich um ihre Enkel kümmerten bzw. wie viel Zeit sie mit ihnen verbrachten. Wichtig dabei war allerdings, dass die Eltern nicht anwesend waren.

Ein Großvater mit Sonnenbrille hat seine Enkelin auf dem Arm, sie stehen in der Küche. (Symbolbild)
Großeltern, die ihre Enkel hüten, fühlen sich gebraucht. (Symbolbild) © Eugenio Marongiu/ Imago

Die Teilnehmer wurden demnach in drei Gruppen eingeteilt: in die, die regelmäßig Babysitten, diejenigen, die es nie tun und Ältere, die enkellos geblieben sind. Das verblüffende Ergebnis: Die Gruppe, die den Nachwuchs hütet, hatte eine um 37 Prozent höhere Lebenserwartung als die anderen beiden Gruppen. Doch was tun, wenn man keine Enkel hat?

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Gesund altern: Es müssen nicht immer die eigenen Enkel sein

Wie sich in der Studie herausgestellt hat, kann es bereits helfen, wenn man eigene Kinder hat. Demnach sollen die Teilnehmer, die noch ihre erwachsenen Kinder unterstützten, ein um 57 Prozent geringeres Sterberisiko haben als diejenigen, die das nicht taten. Und wer weder Kinder noch Enkel hat, kann dennoch seine Lebensbilanz aufwerten, wenn er Freunde bei der Erziehung des Nachwuchses hilft.

Zwar wissen die Forscher nicht genau, was genau dafür sorge, dass die Lebenserwartung der Probanden steigt, dennoch vermuten sie, dass ihnen die Hilfestellung einen Sinn im Leben gibt, was sich positiv auf die Gesundheit auswirkt. Zudem hält das Hüten der Enkel viele Ältere auch körperlich und mental auf Trab. Es reiche bereits aus, gemeinsam Hobbys auszuüben und einfach nur Zeit miteinander zu verbringen.

Das schaffe nicht nur eine starke Bindung zwischen Großeltern und Enkel, sondern beide profitieren davon gleichermaßen. Das schafft schließlich tiefe Emotionen und Erlebnisse, an die sich die Sprösslinge noch ihr ganzes Leben gerne erinnern werden. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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