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Spurenelement Jod: In welchen Lebensmitteln steckt es und wie viel brauchen wir?

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Von: Jasmina Deshmeh

Wie viel Jod sollten wir täglich zu uns nehmen? Brauchen Kinder mehr als Erwachsene und in welchen Lebensmitteln kommt das Spurenelement vor? Wir klären die wichtigsten Fragen.

Bonn – Jod ist für unseren Stoffwechsel unverzichtbar. Da der Körper das Spurenelement nicht selbst bilden kann, müssen wir es über die Nahrung aufnehmen. Dabei sollte eine bestimmte Menge aber nicht überschritten werden. Wie viel Jod gesund ist und welche Nahrungsmittel für eine jodreiche Ernährung sorgen, lesen Sie hier.

Spurenelement Jod: In welchen Lebensmitteln es steckt und wie viel wir davon brauchen

Der Körper benötigt Jod, um die Schilddrüsenhormone Thyroxin und Trijodthyronin zu bilden. Sie sind wichtig für den Energiestoffwechsel, den Herzrhythmus und den Blutdruck sowie die Knochenbildung, das Wachstum und die Entwicklung des Gehirns.

Ein Jodmangel kann zu trockener Haut, Haarausfall, Gewichtszunahme, Konzentrationsproblemen und depressiver Verstimmung führen, warnt die Verbraucherzentrale. Denn wenn der Körper nicht ausreichend mit Jod versorgt wird, werden auch zu wenig Schilddrüsenhormone produziert. Bei einem ausgeprägten Mangel vergrößert sich die Schilddrüse, es kann zu einem sogenannten Kropf mit den entsprechenden Stoffwechselstörungen kommen. Nehmen Schwangere, Stillende und Säuglinge zu wenig Jod zu sich, kann es außerdem zu lebenslangen Entwicklungs- und Funktionsstörungen des Kindes kommen.

Jod: So viel Jod sollten wir täglich zu uns nehmen

Aber auch zu viel Jod kann Auswirkungen auf die Gesundheit haben und der Schilddrüse schaden.* Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt deshalb, nicht mehr als 500 Mikrogramm am Tag aufzunehmen. Das gilt auch für Menschen, die empfindlich auf Jod reagieren. Eine normale Ernährung kann diese Menge, so die Einschätzung der Experten, nicht überschreiten.

Die aktuellen Ergebnisse des 12. Ernährungsberichtes der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) deuten darauf hin, dass sich die Jodversorgung in Deutschland in den letzten Jahren wieder verschlechtert hat. Vor allem Kinder und Jugendliche sind betroffen. Eine möglicher Grund könnte sein, dass Lebensmittelhersteller wieder weniger Jodsalz verwenden, denn in dieser Altersgruppe machen Milchprodukte und jodiertes Speisesalz die Haupt-Jodquellen aus. Jodhaltiger Seefisch wird dagegen selten verzehrt.

Die von der DGE empfohlene tägliche Aufnahmemenge ist abhängig vom Alter und liegt derzeit bei:

Jod: Diese Lebensmittel sind wertvolle Jod-Lieferanten

Um den Tagesbedarf an Jod zu decken, sollten folgende Lebensmittel regelmäßig auf dem Speiseplan stehen:

Nahrungsergänzungsmittel mit Jod sollten dagegen nur nach Absprache mit einem Arzt eingenommen werden, zum Beispiel bei einem erhöhten Bedarf in der Schwangerschaft und Stillzeit oder bei einer veganen Ernährungsweise. *Merkur.de und Ruhr24.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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