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Kaffee-Konsum vor Shopping erhöht Gefahr für Impulskäufe, laut Studie

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Von: Judith Braun

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Sie sind auf Shoppingtour und gönnen sich einen Kaffee, bevor es ab ins nächste Geschäft geht? Das sollten Sie sich vielleicht noch einmal überlegen.

Kaffee ist für viele Menschen ein beliebter Wachmacher. Außerdem kann das koffeinhaltige Getränk beim Abnehmen helfen, beispielsweise mit einem Schuss Zitronensaft. Dabei spielt auch die Uhrzeit des Trinkens angeblich eine Rolle. Wie Forscher nun herausgefunden haben, soll der Kaffee-Konsum zudem einen Einfluss auf unser Shopping-Verhalten haben.

Kaffee-Konsum erhöht Gefahr für Impulskäufe, laut Studie

Zwei Frauen stehen mit Kaffee-to-go-Bechern vor einem Schaufenster.
Durch den Konsum von Kaffee wird vermehrt Dopamin ausgeschüttet, welches Sie zu Impulskäufen verleiten kann. (Symbolbild) © Anouk de Maar/IMAGO

Ein Espresso oder Cappuccino vor dem Einkaufsbummel kann demnach schlecht für den Geldbeutel sein und ziemlich teuer werden. Laut der im Fachmagazin „Journal of Marketing“ erschienenen Studie des Forscherteams um Dipayan Biswas, Professor für Marketing von der University of South Florida (USF), gibt man anschließend häufig nämlich mehr Geld aus und es steigt die Gefahr für Impulskäufe. Im Einkaufskorb der Probanden landete offenbar mehr, als sie vorhatten zu kaufen. Noch dazu handelte es sich meist um überflüssige Ware.

Für die Untersuchung wurden drei Experimente vor Geschäften in Spanien und Frankreich durchgeführt. Dafür boten die Forscher am Eingang der Läden mehr als 300 Kunden mit einer Espressomaschine ein Gratisgetränk an. Die eine Hälfte bekam Kaffee mit Koffein, die andere Hälfte entkoffeinierten Espresso oder Wasser. Nachdem die Probanden das Geschäft verlassen hatten, kontrollierte das Forscherteam ihre Kassenbelege. Dabei zeigte sich, dass die Teilnehmer, die zuvor koffeinhaltigen Kaffee getrunken hatten, 50 Prozent mehr ausgaben und fast 30 Prozent mehr Produkte kauften als die anderen Teilnehmer, die Espresso ohne Koffein oder Wasser zu sich genommen hatten.

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Kaffee-Konsum kann teuer werden: Glückshormon Dopamin vermindert Selbstkontrolle beim Shopping

Der Wissenschaftler erklärt sich dieses Verhalten mit der vermehrten Ausschüttung des Glückshormons Dopamin im Gehirn. Dies habe in der Studie nach dem Genuss eines koffeinhaltigen Kaffees dazu geführt, dass die Trieb- und Selbstkontrolle bei den Probanden vermindert wurde. Gleichzeitig erhöhte sich impulsives Verhalten. Das zeigte sich vor allem daran, dass überflüssige Wohlfühlprodukte wie zum Beispiel Massagegeräte, Parfums oder Duftkerzen – und wie sie oft bei Impulskäufen im Warenkorb landen – auf ihren Einkaufszetteln standen.

Dennoch sei nach Ansicht von Biswas Kaffee keineswegs zu verteufeln, schließlich habe er durchaus positiven Einfluss auf die Gesundheit. So soll Kaffee die Lebensdauer beeinflussen können und sogar vor manchen Krebsarten schützen. Wer seinen Geldbeutel schonen will, sollte allerdings auf das Genussmittel vor dem Shopping eher verzichten. Möglich ist aber auch, dass Menschen, die gerne Koffein zu sich nehmen, auch beim Einkaufen sich – ob mit oder ohne Kaffee – nicht gerne zurückhalten.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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