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Keuchhusten bei Senioren: Warum sich Oma und Opa unbedingt impfen lassen sollten

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Von: Christine Pander

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Ein Großvater mit Sonnenbrille hat seine Enkelin auf dem Arm, sie stehen in der Küche. (Symbolbild)
Großeltern sollten ihren Impfstatus bei Keuchhusten im Blick haben. (Symbolbild) © Eugenio Marongiu/ Imago

Zum Schutz von Säuglingen und Kleinkindern sollten Erwachsene ihre Keuchhusten-Impfung auffrischen. Vor der Erkrankung gibt es keinen lebenslangen Schutz.

Berlin – Erwachsene sollten ihren Impfstatus bei Keuchhusten checken lassen, das ist eine wichtige Präventionsmaßnahme für Säuglinge und Kleinkinder. Denn weder eine durchlebte Infektion noch die empfohlene Grundimmunisierung im Kindesalter hält nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) ein Leben lang an. Besonders gefährlich ist die Infektion für Babys: Es drohen Komplikationen bis hin zum Atemstillstand.

Keuchhusten bei Senioren: Warum sich Oma und Opa unbedingt impfen lassen sollten

Daher wird nach Angaben des RKI schon seit 2004 empfohlen, dass sich Personen impfen lassen, die engen Kontakt mit Babys oder kleinen Kindern haben. Untersuchungen zeigen laut RKI aber, dass in Haushalten mit Kindern unter einem Jahr nur circa zehn Prozent der Erwachsenen über einen ausreichenden Impfschutz verfügen. Dabei können die Folgen für die Kleinen fatal sein.

Denn Babys sind nicht vor einer Erkrankung geschützt, und sie können auch erst ab dem vollendeten zweiten Lebensmonat geimpft werden. Zudem haben sie laut Stiftung Kindergesundheit in der Regel keinen natürlichen Nestschutz gegen die Krankheit. Deshalb sind sie laut der Stiftung darauf angewiesen, dass Erwachsene in ihrer Lebenswelt wie Eltern, Geschwisterkinder oder Großeltern durch Impfungen geschützt seien. „Neugeborene und junge Säuglinge sind besonders gefährdet und haben die höchsten Komplikations­raten“, vermeldet auch die Stiftung Kindergesundheit.

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Bei Erwachsenen könnten dem RKI zufolge die Impfraten allmählich steigen, wenn bei der alle zehn Jahre fälligen Auffrischimpfung gegen Tetanus und Diphtherie wie empfohlen zudem gegen Keuchhusten geimpft wird.* Die Immunisierung ist Experten zufolge gut verträglich.

Bei Fragen zur Impfung ist der Hausarzt ein guter Ansprechpartner. Er oder sie kann in einem aufklärenden Gespräch über Risiken Auskunft geben, wenn beispielsweise Grunderkrankungen oder allgemein Bedenken vorliegen sollten.

Keuchhusten bei Senioren: Zahlen Erkrankter steigt vor allem bei Erwachsenen

Auf die leichte Schulter nehmen sollten Erwachsene das Thema jedenfalls nicht: Nach Angaben des Deutschen Ärzteblattes verlagert sich der Keuchhusten immer mehr ins Jugendlichen- und Erwachsenenalter. So lag das Durchschnittsalter bei den dem RKI gemeldeten Keuchhusten­fällen 1995 noch bei 15 Jahren, seit 2013 sind Erkrankte im Schnitt 40 Jahre alt. Die bestehende Impflücke bei Jugendlichen und Erwachsenen ist daher ein großes Problem, das die Jüngsten unserer Gesellschaft stark gefährden kann. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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