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Krebs durch Softdrinks: Ab dieser Menge steigt das Risiko

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Von: Kristina Wagenlehner

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Viele Getraenkedosen sind von oben. (Symbolbild)
Zuckerhaltige Getränke können nicht nur Diabetes, sondern auch Krebs begünstigen. (Symbolbild) © Manfred Segerer/Imago

Dass Softdrinks nicht unbedingt gesund sind, weiß man. Was nun bekannt wurde: Ab einer bestimmten Zahl pro Tag steigt das Krebsrisiko. 

Boston – Cola und Limo: Soft- und Energydrinks sind nicht nur Kalorien-, sondern auch Zuckerbomben. Dass zu viel Zucker für den Körper schädlich ist, ist nichts Neues. Eine amerikanische Studie fand aber jetzt heraus, dass ab einer gewissen Menge Softdrinks pro Tag das Krebsrisiko steigt.

Krebs und Softdrinks: Ab dieser Menge wird es gefährlich

Die US-amerikanische Nurses Health Study II, die wichtige Beiträge zur Ernährungskunde und Krebsrisiken bei Frauen untersucht, befasste sich auch dem Zusammenhang zwischen dem Konsum von Softdrinks und dem Auftreten von Dickdarmkrebs bei Frauen. Sie kam zu dem Ergebnis, dass Frauen, die mehr als zwei Softdrinks am Tag zu sich nehmen, Gefahr laufen, noch vor dem 50. Lebensjahr an Dickdarmkrebs zu erkranken. Im Vergleich zu Frauen, die weniger als ein Süßgetränk pro Tag tranken, sei das Risiko doppelt so hoch, wie das Magazin Diabetes Ratgeber schreibt.

Aber wie viel ist ein Softdrink, ein Glas eine Flasche? Die Studie nennt als Mengenangabe für Softdrinks das amerikanische „serving“. Ein „serving“ für Getränke, hier ein Softdrink, entspricht 238 Milliliter, also nicht ganz einer 250-Milliliter-Dose.

Krebs und Softdrinks: Den Zusammenhang schafft der Zucker

Den Zusammenhang zwischen Krebs und Softdrinks bildet der Zucker, der in den meisten Süßgetränken in Massen vorhanden ist. Zur Verdeutlichung: In einer herkömmlichen Cola stecken ca. 10 Gramm Zucker. Wer einen halben Liter trinkt, schluckt also insgesamt 50 Gramm davon. Der Zucker führt zu einem raschen Anstieg des Blutzucker- und Insulinspiegels, was wiederum Übergewicht und Typ-2-Diabetes begünstigen kann – beides erhöht das Darmkrebsrisiko. Weitere Studien haben ergeben, dass Menschen mit Diabetes insgesamt öfter an Darmkrebs erkranken. Sie sollten daher generell große Zuckermengen meiden, außer, eine Unterzuckerung droht.

Krebs und Softdrinks: Tipps, wie Sie im Alltag weniger Zucker essen

Auch wenn bereits Gerüchte um eine Impfung gegen Krebs kursieren, zugelassen ist noch keine.* Ihr persönliches Risiko an Dickdarmkrebs, Übergewicht oder Diabetes können Sie senken, wenn Sie Ihren Zuckerkonsum im Alltag reduzieren und zum Beispiel Softdrinks nur zu besonderen Anlässen trinken. Übrigens: Softdrinks, die zero, light oder ähnliches sind, enthalten zwar keinen Zucker, bekommen die Süße aber durch Zuckerersatzstoffe. Ob Süßstoff oder andere Süßungsmittel besser für den Körper sind, ist eine andere Frage. Weitere Tipps, um Ihren Zuckerkonsum im Alltag zu reduzieren:

Wie wäre es mit einer kleinen Challenge? Fordern Sie sich heraus und versuchen Sie, für 40 Tage auf Zucker zu verzichten. Und beobachten Sie, was mit Ihrem Körper passiert.

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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