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Krebsstudie: Erhöht zu langes Sitzen Sterberisiko von Überlebenden?

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Von: Jasmin Pospiech

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Schon länger wird vermutet, dass stundenlanges Sitzen krank machen kann. Eine Studie bestätigt das. Besonders betroffen seien Leute, die einmal Krebs hatten.

St. Louis (Missouri) – Jährlich erkranken insgesamt etwa 492.000 Menschen hierzulande neu an Krebs, wie das Bundesgesundheitsministerium berichtet. Demnach steigt auch die Zahl derjenigen, die den Krebs besiegen. Dennoch haben manche Überlebende auch nach der Erkrankung und Behandlung mit langfristigen gesundheitlichen Beschwerden zu kämpfen.

Doch wie es aussieht, kann man dem mit einer ausgewogenen Ernährung und ausreichend Bewegung vorbeugen. Zumindest lässt das jetzt eine neue Studie der Washington University School of Medicine in St. Louis, im US-Bundesstaat Missouri vermuten.

Krebsstudie: Zu langes Sitzen erhöht Sterberisiko von Überlebenden

Die Forscher um Koautor Chao Cao haben für ihre Untersuchungen Probanden untersucht, die eine Krebserkrankung überlebt haben. Demnach haben die Wissenschaftler zeigen können, dass, wer sich kaum körperlich bewegt und stattdessen täglich für längere Zeit sitzt, ein größeres Risiko hat, an Krebs zu sterben. Ihre Ergebnisse haben die Forscher jetzt im Fachblatt JAMA Oncology veröffentlicht.

Ein Mann mittleren Alters sitzt auf einem Sofa und spielt mit dem Tablet. (Symbolbild)
Zu langes Sitzen mache krank, sagen Forscher. (Symbolbild) © Steve Brookland/Imago

Schon länger ist schließlich bekannt, dass zu langes Sitzen schädlich sein kann. Zudem habe sich die Situation durch die zahlreichen Corona-Lockdowns noch verschärft.

Es wird vermutet, dass es Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krebserkrankungen begünstigen kann und das allgemeine Sterberisiko erhöht. Allerdings ist den Forschern zufolge die Studienlage dazu noch sehr dünn, was Krebspatienten angeht.

Krebsstudie: Zu langes Sitzen macht krank

Daher haben sich die Wissenschaftler die Frage gestellt, wie sich langes Sitzen auf diejenigen auswirkt, die als vom Krebs geheilt gelten. Mit dem Ziel, Strategien zu entwickeln, um diesen gezielt zu helfen und deren Gesundheit nachhaltig zu verbessern. Dazu haben die Krebsforscher die statistische Erhebung des Forschungsprogramms des National Center for Health Statistics aus den Jahren 2007 bis 2014 der USA analysiert. Enthalten waren die Daten von 1.535 Menschen, die eine Krebserkrankung überlebt haben und über 40 Jahre alt waren.

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Schließlich wurden die Studienteilnehmer befragt, wie lange sie pro Woche sitzen und wie oft sie Sport treiben. Das Ergebnis: Ein Drittel der Probanden gab an, sich in seiner Freizeit kaum zu bewegen und mehr als sechs Stunden am Tag zu sitzen. Infolgedessen hätten sie ein viermal größeres Sterberisiko aufgewiesen, so die Forscher.

Krebsstudie: Mehr Bewegung hilft gegen schädliche Folgen zu langen Sitzens

Ähnlich war es bei den Teilnehmern, die angaben, sich nicht ausreichend zu bewegen und mehr als acht Stunden pro Tag zu sitzen. Den Forschern zufolge sollen sie sogar ein fünfmal größeres Risiko haben, an Krebs oder anderen Erkrankungen zu sterben.

Die gute Nachricht: Diejenigen, die sich „genug“ bewegt haben, also mindestens 150 Minuten pro Woche, sollen davon nicht betroffen gewesen sein.

Abschließend erklären die Forscher, dass man zwar mit Sport den schädlichen Auswirkungen etwas entgegenwirken kann, dennoch sei zu langes Sitzen im Alltag zu vermeiden. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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