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Lachyoga und Lachtraining: Diese positiven Effekte hat gezieltes Lachen für die Gesundheit

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Von: Christine Pander

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Sieben junge Menschen lachen gemeinsam im Sonnenschein auf dem Weg zu einem Festival (Symbolfoto)
Gemeinsam lachen ist gesund, da sind sich Wissenschaftler einig (Symbolfoto) © Monkey Business 2/ imago-images.de

Zusammen in großer Runde lachen: Das ist derzeit pandemiebedingt leider nicht möglich. Da Lachen aber so gesund ist, fragen wir uns: Was bringt eigentlich gezieltes Lachen wie Lachtraining oder Lachyoga?

München – Zugegeben: In Pandemie-Zeiten kann einem das Lachen schon mal im Hals stecken bleiben. Und vermutlich ändert daran auch der Weltlachtag nicht besonders viel. Doch wenn Sie es schaffen, heute mindestens einmal herzhaft zu lachen, haben Sie schon einiges für ihre Gesundheit getan. Denn Lachen entspannt, schüttet Glückshormone aus, fördert die Durchblutung, macht gute Laune. Und: Diese Therapie kostet nichts und ist frei von Nebenwirkungen.

Lachtraining: Von vielen Medizinern als Therapie belächelt

Studien zufolge lachen Erwachsene im Schnitt 15 Mal am Tag. Wir sind also Lachprofis, ohne es zu wissen. Wissenschaftler beschäftigen sich schon seit Jahren mit den positiven Effekten des Lachens. Humor als Therapieansatz wird jedoch noch von vielen Medizinern belächelt, eben weil es an handfesten Beweisen für die Wirkung mangelt.

Einige Studien zum Thema gibt es aber schon. Zum Beispiel haben sich Iranische Wissenschaftler ein interessantes Forschungsdesign überlegt: 70 Frauen, die an einer Depression litten, wurden per Zufallsprinzip einer Lachyoga-, einer Bewegungs- und einer Kontrollgruppe ohne spezielle Aktivität zugeteilt. Frauen, die in der Lachyoga-Gruppe waren, trafen sich 10 Mal, um über erfreuliche Neuigkeiten zu plaudern, zu singen und besondere Lachtechniken anzuwenden. Für Frauen der Bewegungsgruppe stand 10 Mal Joggen und Stretch-Übungen auf dem Programm. Fazit: Beide Gruppentreffen waren ähnlich wirksam gegen Depression.

Diese 7 positiven Effekte hat das Lachen auf die Gesundheit:

Vier weitere randomisiert-kontrollierte Studien wollten wissen, ob sich eine spezielle Lachtherapie positiv auf die psychische Gesundheit auswirkt.* Drei der Studien wurden in Südkorea durchgeführt, die vierte wieder im Iran. Zwei koreanische Studien befassten sich mit KrebspatientInnen; die beiden anderen Studien untersuchten ältere Menschen über 60. Aufgeteilt nach dem Zufallsprinzip nahm ein Teil der Testpersonen an einer Lachtherapie teil, bei der gezieltes, mehrminütiges Lachen zum Einsatz kam, während die anderen keine spezielle Behandlung erhielten.

Die Lachtherapie fand je nach Studiendesign 3 bis 12 Mal in einem Zeitraum von 3 Tagen bis 6 Wochen unter Anleitung statt. Die Gruppentreffen waren je nach Studie unterschiedlich gestaltet; sie beinhalteten neben Anregungen zum künstlichen Lachen auch rhythmische Bewegungsübungen wie Klatschen und Stampfen mit dem Fuß sowie Atemübungen.

Lachtraining: Hilfreich gegen Depression, Angst und Stress

Ausgewertet wurden insgesamt Daten von rund 290 Personen. Das Fazit der Autoren: Lachtherapie ist hilfreich gegen Depression, Angstzustände und Stress, es steigert das Wohlbefinden, sorgt für besseren Schlaf und fördert das Denkvermögen. Fraglich ist zwar, inwieweit die Ergebnisse auf Personen aus anderen Kulturkreisen übertragen werden können, zum Beispiel auch auf jüngere Personen mit unterschiedlichen Vorerkrankungen. Auch konnten die Forscher nicht sagen, ob der Aspekt der Geselligkeit bei den Gruppentreffen maßgeblich für die positive Wirkung von Lachyoga und Lachtherapie verantwortlich ist.

Wie dem auch sei: Lachen schadet in keinem Fall. Immer am ersten Sonntag im Mai wird außerdem der Weltlachtag gefeiert. Die Idee kommt aus der Yoga-Lachbewegung, die in tausenden Lachclubs in mehr als 100 Ländern auf allen Kontinenten organisiert ist. Die Feier des Weltlachtags soll unter anderem zum Weltfrieden beitragen und hat das Ziel, ein globales Bewusstsein für Gesundheit, Glück und Frieden zu erreichen.

Los geht‘s an jedem Weltlachtag immer zur selben Zeit: Punkt 14 Uhr wird gekichert, gegrinst und gelacht. Und wer das nicht alleine tun möchte, kann sich dem Angebot des Europäischen Berufsverbands für Lachyoga und Humortraining anschließen: Die LachtrainerInnen des Verbandes wollen online über den ganzen Tag hinweg verschiedene Lachangebote machen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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