1. 24vita
  2. Prävention

Schlechte Leberwerte? 5 Tipps, um Erkrankungen vorzubeugen

Erstellt:

Von: Natalie Hull-Deichsel

Kommentare

Die menschliche Leber ist ein lebenswichtiges Organ. Ein Leberschaden und Erkrankungen können sich anhand von erhöhten Leberwerten zeigen.

München – „Was ist Dir für eine Laus über die Leber gelaufen?“ Manch‘ einer kennt diesen Spruch womöglich. Diese Redewendung beruht auf der im Mittelalter verbreiteten Vorstellung, dass die menschliche Leber der Sitz der Leidenschaft, des Temperaments und des Zorns sei. Die Formulierung mit der Laus kam erst viel später dazu, als Versinnbildlichung für eine vermeintliche Kleinigkeit, über die sich jemand ärgert.

Heute weiß man, dass die Leber ein überlebensnotwendiges Allround-Talent ist: Diese Drüse ist die Kraftmaschine im menschlichen Körper, sie ist Speicher- und Ausscheidungsorgan sowie Entgiftungszentrale zugleich. Die Leber ist mit ihren ca. zwei Kilogramm das größte innere Organ und erledigt pro Tag bis zu 500 Arbeitsschritte – ohne Pause. Ein Leben ohne Leber ist nicht möglich. Zum Glück verzeiht die Leber viel, denn sie ist das einzige Organ, das sich selbst regenerieren kann – nur 30 Prozent funktionsfähige Leber reichen zum Überleben aus. Was ist aber, wenn die Leber krank wird? Und was haben erhöhte Leberwerte damit zu tun?

Was bedeutet „erhöhte Leberwerte“?

Zur Ermittlung der Leberwerte muss ein Arzt Blut abnehmen und es im Labor analysieren lassen. Auf geschädigte Leberzellen können veränderte Werte hindeuten, die entsprechend erhöht oder zu niedrig sind. Die sogenannten Werte AST, ALT, Gamma-GT, AP, Bilirubin sind bei Auffälligkeiten erhöht. Wohingegen die Werte Albumin, ChE sowie TPZ zu niedrig sein können.

Dabei ist es nicht ungewöhnlich, dass die Leberwerte hin und wieder abweichen. Veränderte Leberwerte müssen mittel- und langfristig mittels Blutprobe beobachtet werden, da sie auch mit krankmachenden Lebensumständen zusammenhängen können. Wichtig ist, mehrere Werte anzusehen, die verändert sind – ein Wert alleine ist nicht aussagekräftig genug. Veränderte Leberwerte können auch bei anderen Erkrankungen auftreten, die nicht direkt mit der Leber zusammenhängen.

Was sind Ursachen erhöhter Leberwerte?

Häufige Ursachen für veränderte Leberwerte können sein:

Was sind Anzeichen von Leberschäden?

Bei einer Leberschädigung sind körperliche Anzeichen meist sehr unspezifisch, weshalb eine mögliche Erkrankung lange unbemerkt bleiben kann. Die Leber verfügt nicht über Nervenzellen, wodurch sie keine Schmerzen verursacht.

Eine 3D-Modell einer übergewichtigen Frau mit farblich gekennzeichneter Leber. (Symbolbild)
Zucker und Alkohol führen langfristig nicht nur zu Übergewichtig, sie können auch die Leber schädigen. (Symbolbild) © Science Photo Library/Imago

Zu den unspezifischen Symptomen eines Leberschadens zählen Abgeschlagenheit, Müdigkeit oder Druckgefühl im rechten Oberbauch. Beispielsweise Juckreiz der Haut und Erbrechen treten oft erst sehr spät auf. Es gibt vier Warnzeichen, die auf eine kranke Leber hindeuten können.

Noch mehr spannende Gesundheitsthemen finden Sie in dem kostenlosen Newsletter von 24vita.de, den Sie gleich hier abonnieren können.

5 Tipps, um erhöhten Leberwerten und Erkrankungen vorzubeugen

Um Lebererkrankungen und einem Leberschaden vorzubeugen, ist eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener, fettarmer Ernährung sinnvoll. Gerade Zucker und Alkohol können sich negativ auf die Leber auswirken. Es ist bekannt, dass ein ungesunder Lebensstil der Leber schaden kann*.

Darüber hinaus können Sie mit diesen Alltagstipps Ihre Gesundheit verbessern und Ihrer Leber Gutes tun:

Aktuelle Studien zeigen, dass eine kranke Leber auch durch eine Corona-Infektion hervorgerufen werden kann, unabhängig davon, ob es ein schwerer oder milder Verlauf der Erkrankung ist. Als Folge von Long-Covid werden auch Leberschädigungen beobachtet, die möglicherweise mit Heparinen behandelt werden können. Studien dazu laufen noch. *Merkur.de und 24garten.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

Auch interessant

Kommentare