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Long-Covid: Kann eine Corona-Impfung die gefürchteten Folgen verhindern?

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Von: Jasmin Farah

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Kein Corona-Impfstoff bietet einen hundertprozentigen Schutz gegen Covid-19. Doch neue Studien zeigen, dass eine Impfung langfristig nur Vorteile bietet.

Safed (Israel) – „Impfen hilft“: So heißt der Slogan der neuen Impfkampagne der Bundesregierung. Erst kürzlich hat Bundeskanzler Olaf Scholz (63, SPD) verschiedene Motive präsentiert, die diesen deutschlandweiten Appell unterstreichen sollen. Die Reaktionen dazu sind allerdings überwiegend vernichtend ausgefallen. Viele Medien kritisieren den einfallslosen Slogan und glauben, dass er nur wenige Impfgegner zum Piks bewegen kann. Und das, obwohl die Kernaussage laut einer neuen Studie aus Israel tatsächlich stimmen könnte. Zumindest, was Long-Covid betrifft.

Long-Covid: Kann eine Corona-Impfung die gefürchteten Folgen verhindern?

Zwar erklären Experten immer wieder, dass eine Coronaimpfung nicht zu hundert Prozent gegen Covid-19 schützt und es immer wieder zu Impfdurchbrüchen kommen kann. Doch Geimpfte haben dafür meist einen milderen Verlauf als Ungeimpfte, zudem hat sich gezeigt, dass das Risiko, an Long-Covid-Beschwerden zu leiden, geringer ist.

Eine Frau erhält eine Corona-Impfung. (Symbolbild)
Eine Impfung gegen Corona kann laut israelischen Forschern Long-Covid-Symptome abmildern und sogar verhindern. (Symbolbild) © Moritz Frankenberg/dpa

Zu den Symptomen von Long Covid gehören:

Zudem berichten Betroffene auch, dass die Beschwerden im Alltag extrem belastend sind und die Psyche infolgedessen in Mitleidenschaft gezogen werden kann.

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Long-Covid: Symptome bei geimpften Personen nur milde ausgeprägt

Nun hat das Team um Michael Edelstein von der Bar-Ilan Universität in Safed im Norden Israels herausfinden wollen, inwiefern sich die Coronaimpfung auf Long-Covid-Symptome auswirkt.

Für ihre Untersuchung haben die Forscher 3.888 Personen gebeten, einen Online-Fragebogen zu ihrem Wohlbefinden auszufüllen. Sie alle hatten bereits einen PCR-Test durchgeführt, 951 waren positiv getestet worden. Von den positiv Getesteten gaben 294 an, grundimmunisiert zu sein. Das heißt also, dass bei diesen Personen eine Durchbruchinfektion stattgefunden haben muss.

Dennoch sollen die geimpften Probanden vier bis elf Monate nach der Infektion zwar die typischen Beschwerden gezeigt haben, allerdings seien diese nur sehr milde ausgeprägt gewesen, berichtet das Ärzteblatt. Zudem sollen die Symptome Edelstein zufolge insgesamt um bis zu 50 bis 80 Prozent seltener als bei den ungeimpften Personen aufgetreten sein, bei denen der PCR-Test ebenfalls positiv ausgefallen war.

Long-Covid: Keine Beschwerden dank Coronaimpfung?

Abschließend haben die Forscher auch die Personen mit negativem PCR-Test nach Beschwerden befragt. Das Erstaunliche: Obwohl diese nicht mit Covid-19 infiziert waren, sollen einige ebenfalls über Symptome geklagt haben. Allerdings geben die Mediziner zu bedenken, dass die Beschwerden auch dem Nocebo-Effekt geschuldet sein könnten bzw. unspezifisch gewesen seien und daher auch bei anderen Erkrankungen wie grippalen Infekten auftreten könnten.

Dennoch habe die Studie Edelstein zufolge gezeigt, dass es kaum Unterschiede zwischen den Patienten mit Durchbruchinfektionen und den Nichtinfizierten gebe. Und das gebe wiederum Anlass zur Hoffnung, dass eine Coronaimpfung am Ende sogar Long-Covid vollständig verhindern könne. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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