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Migräne: Süßigkeiten weglassen? Diese Ernährungstipps helfen wirklich

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Von: Kristina Wagenlehner

Hilft es, bei Migräne auf Süßigkeiten? Ein Neurologe hat eine klare Meinung und gibt gute Tipps für die richtige Ernährung. 

Baierbrunn – Pochen, Aura und quälende Schmerzen – Migräneanfälle verursachen bei Betroffenen heftige, andauernde Kopfschmerzen. Menschen, die häufig unter Migräneattacken leiden, sollten ihre Ernährung unter die Lupe nehmen. Wer ein paar Ding berücksichtigt, kann das Risiko einer Attacke verringern.

Migräne: Der Einfluss der Ernährung

Die Ernährung spielt wie bei so vielen Dingen auch bei Migräne eine Rolle. Menschen, die mit Migräne zu kämpfen haben, sollten auf regelmäßige Mahlzeiten achten und lieber fünf als drei davon pro Tag zu sich nehmen. Das empfiehlt der auf Schmerztherapie spezialisierte Neurologe Professor Hartmut Göbel.

„Das Gehirn von Migränekranken benötigt mehr Energie und die nimmt es natürlich aus Nahrungsmitteln“, sagt der Chefarzt der Schmerzklinik Kiel gegenüber der Apotheken Umschau. Gut sei zum Beispiel ein reichhaltiges Frühstück. Von Intervallfasten und der sogenannten Low-Carb-Ernährung rät Göbel Betroffenen hingegen ab. Auch eine Zitronendiät ist Migräne-Patienten nicht zu empfehlen.

Wenig hält er außerdem von Lebensmittelverboten: zum Beispiel auf Süßigkeiten oder Käse zu verzichten. Es sei zwar möglich, dass man nach dem Verzehr von glutamathaltigen Speisen, von Gepökeltem oder von sehr kaltem Essen Kopfschmerzen bekomme. Dieser werde aber von den Nahrungsmitteln ausgelöst und sei keine Migräne.

Migräne: Heißhunger und die Lust auf Süßes

Die Ursachen von Migräne sind unterschiedlich. Stress und Wetterwechsel kann die Schmerzen verursachen, sie können aber auch in einer Phase beginnen, in der Sie eigentlich entspannt sind. Heißhunger und die Lust auf Süßigkeiten und kalorienhaltige Lebensmittel sind oft Vorboten einer Migräne-Attacke.

Dafür gibt es laut Göbel eine einfache Erklärung: Das Gehirn versucht ein Energiedefizit auszugleichen. Genau aus diesem Grund sollten Migräne-Patientinnen und -Patienten regelmäßig und ausreichend essen. Auslösen würden die Migräne Schokolade oder Gummibärchen nämlich nicht. Wie Sie erkennen, ob Sie von Migräne betroffen sind*, weiß Merkur.de.

Migräne: Erste Hilfe bei einer Attacke

Wer an Migräne leidet, sollte seinen Körper beobachten und bei ersten Anzeichen auf eine Attacke gegensteuern. Neben Heißhunger kann auch ein seitliches Pochen am Kopf eine kommende Attacke ankündigen. Diese Erste-Hilfe-Tipps können dann helfen:

Diese Tipps können zwar kurzfristig helfen und eine Linderung verschaffen, Migräne sollten Sie aber nicht auf die leichte Schulter nehmen. Wenn die Symptome häufig auftreten, sollten Sie unbedingt zum Arzt und sich professionellen Rat einholen. Die Ursache der Migräne herauszufinden, ist essenziell, um sie behandeln zu können. (Mit Material der dpa)

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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