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Mundspülung: Warum Sie davor nie Zähneputzen sollten

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Von: Kristina Wagenlehner

Der Kopf einer Zahnbürste mit Zahnpasta ist rechts zu sehen, links ein Becher voll Mundspülung. (Symbolbild)
Nach dem Zähneputzen keine Mundspülung verwenden. (Symbolbild) © Anton Prado/Imago

Nach dem Zähneputzen sollten Sie keine Mundspülung verwenden. Das kann sogar das Kariesrisiko erhöhen, wie eine Expertin erklärt.

London – Mundspülungen erfrischen den Atem, schützen zusätzlich vor Karies und unterstützen allgemein bei der Mund- und Zahnhygiene. Besonders Personen, die ein erhöhtes Kariesrisiko haben, eine Zahnspange tragen oder körperlich eingeschränkt sind, sollten regelmäßig Mundwasser gurgeln.

Mundspülung: Nicht direkt nach dem Zähneputzen verwenden

Nach einem Döner, Spaghetti aglio e olio oder einem Mettbrötchen sind nicht nur Ihre Zähne, sondern bestimmt auch Ihr Umfeld für eine gute Zahnhygiene mit Zähneputzen und Zungenreiniger dankbar. Mundgeruch riecht schließlich niemand gern. Viele spülen sich nach dem Zähneputzen zusätzlich noch den Mund mit einer Mundspülung aus. Besonders wichtig ist es, darauf zu achten, dass keine Schadstoffe in der Mundspülung enthalten sind. Stiftung Warentest hat einige Produkte getestet, davon fielen viele durch. Viel hilft aber nicht immer viel: Denn nach den Zähneputzen sollte Sie aus einem bestimmten Grund keine Mundspülung verwenden.

Mundspülung: Fluorid wird weggespült

Wer nach dem Zähneputzen eine Mundspülung gurgelt, schade der Londoner Zahnärztin Anna Peterson zufolge seinen Zähnen massiv. Zudem würde es Karies fördern. Der Grund: Die Mundspülung spült das Fluorid, das in der Zahnpasta enthalten ist, weg. So berichtet die New York Post, dass laut Anderson Zahnpasta die ideale Fluoridkonzentration enthält. Das härte den Zahnschmelz und schütze die Zähne vor Zucker. In Mundspülungen sei die Fluorid-Dosierung hingegen zu gering. „Wenn man sich die Zähne putzt und sofort damit nachspült, spült man das ganze hoch konzentrierte Fluorid einfach weg und erhält dafür ein niedrig konzentriertes Fluorid“, so Peterson. Das wiederum steigert das Kariesrisiko. In der Regel beinhalten Mundspülungen 250 ppm, also 250 Milligramm pro Kilogramm Fluorid – herkömmliche Zahnpasta 1450 ppm.

Mundspülung: Wann sie eine sinnvoll Ergänzung ist

Mundspülungen sind allerdings nicht per se schlecht. Es wurde sogar über einen möglichen Schutz vor dem Coronavirus durch die Verwendung von Mundspülung berichtet.* Mundspülungen können zwar eine gesunde Zahnhygiene nicht ersetzen, aber sinnvoll ergänzen. Denn eine Mundspülung reinigt auch die Zahnzwischenräume, welche die Bürste nur schlecht erreicht. Für eine umfassende Zahnpflege benötigen Sie folgende Produkte:

Mundspülung: Wann sie besser ist als Zähneputzen

Es gibt aber auch Momente, in denen Sie eine Mundspülung der Zahnbürste vorziehen sollten. Zum Beispiel, wenn Sie Obst gegessen haben. Das schützt den Zahnschmelz. Täglich sollten Sie eine Mundspülung trotzdem nicht verwenden, da sie nicht nur die schädlichen Bakterien, sondern auch die guten vernichtet, die für eine gesunde Mundflora essenziell sind.

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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