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Mythos oder Wahrheit: Erhöhen Eier wirklich die Cholesterinwerte im Blut?

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Von: Jasmina Deshmeh

Zwei weiße hartgekochte Eier liegen auf einem hölzernen Untergrund, eines von ihnen ist in zwei Hälfte geteilt (Symbolbild)
Ein gekochtes Ei gehört für viele Menschen zum Frühstück dazu. Gleichzeitig fürchten sie das darin enthaltene Cholesterin (Symbolbild) © Shotshop/imago-images

Eier gehören zum Osterfest einfach dazu. Doch was ist mit dem oft gefürchteten hohen Cholesteringehalt – lässt er wirklich die Cholesterinwerte im Blut steigen?

Frankfurt am Main – Osterzeit ist Eierzeit! Viele Menschen haben aber Sorge, dass cholesterinhaltige Lebensmittel wie Eier das Cholesterin im Blut erhöhen. Dabei ist Cholesterin nicht grundsätzlich schlecht, sondern für den Körper durchaus wichtig: Es ist Bestandteil von jedem Körpergewebe und nötig, um bestimmte Hormone und Vitamin D zu bilden. Zwei Drittel des Cholesterins produziert der Körper in der Leber selbst, ein Drittel gewinnt er aus der Nahrung. Sind die Cholesterinwerte allerdings zu hoch, kann sich das Cholesterin in den Gefäßwänden ablagern und diese verschließen. Sollte man auf das Frühstücksei also besser verzichten?

Mythos oder Wahrheit: Beeinflussen Eier wirklich den Cholesterinspiegel im Blut?

Laut Deutscher Herzstiftung drosselt der Körper die eigene Cholesterinproduktion, wenn er über die Nahrung zu viel Cholesterin aufnimmt. Ein Frühstücksei am Wochenende ist also gar kein Problem.* Wichtig ist aber, insgesamt auf eine gesunde Ernährung zu achten. Denn einzelne Lebensmittel beeinflussen den Cholesterinspiegel im Blut weniger als die Menge der insgesamt aufgenommenen Nahrungsfette. Entscheidend ist dabei auch, ob es sich um gesättigte, einfach ungesättigte oder mehrfach ungesättigten Fettsäuren handelt. Dabei gilt die Regel: Je weniger gesättigte Fettsäuren in einem Lebensmittel vorkommen, desto besser.

„Wie sich Eier genau auf den Cholesterinspiegel auswirken, lässt sich so allgemein nicht beantworten, weil die Cholesterinaufnahme sehr stark von der übrigen Ernährung und anderen Faktoren abhängt und nicht alleine vom Verzehr von Eiern“, erklärt auch Kardiologe Prof. Helmut Gohlke vom Wissenschaftlichen Beirat der Herzstiftung auf deren Seite. Die Ausnahme bilden allerdings Diabetiker. Bei ihnen scheint durch den täglichen Konsum von Eiern die Gefahr eines erhöhten Cholesterinspiegel tatsächlich zu steigen. Gleiches gilt für Menschen mit Gefäßerkrankungen, heißt es von Seiten der Stiftung.

Mythos oder Wahrheit: Diese Lebensmittel senken den Cholesterinspiegel

Wer deutlich zu hohe Cholesterinwerte hat, sollte mit seinem behandelnden Arzt über die Einnahme von cholesterinsenken Medikamenten sprechen. Ergänzend kann eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit reichlich frischem Gemüse, Obst, Salaten, Samen, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten, Fisch, Nüssen, Kräutern und gesunden pflanzlichen Ölen die Werte beeinflussen. Entscheidend ist, dass die Lebensmittel reich an ungesättigen Fettsäuren sind.

Nahrungsmittel mit einem hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren:

Gesättigte Fettsäuren stecken dagegen vor allem in tierischen Produkten wie Butter, Fleisch, Wurstwaren, Milch und Milchprodukten, aber auch in sogenannten Transfetten. Sie entstehen, wenn pflanzliche Öle industriell gehärtet werden und sind zum Beispiel in Pommes, Donuts oder Crackern enthalten.

Mythos oder Wahrheit: Bewegung

Experten gehen davon aus, dass neben einer gesunden Ernährung auch regelmäßige Bewegung Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen kann. Aussagekräftige Studien, wie genau sich körperliche Aktivität auf den Cholesterinspiegel auswirkt, fehlen aber bisher. Wichtig ist auch, auf das Rauchen zu verzichten. Denn Rauchen erhöht ebenfalls das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, unabhängig davon, wie hoch der Cholesterinwert ist. *24garten.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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