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Nährwerttabelle: So erkennen Sie, wie viel Zucker- und Fett in Lebensmitteln steckt

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Von: Jasmina Deshmeh

Nähwerttabelle auf einer Lebensmittelverpackung (Symbolbild)
Wer sich gesund ernähren möchte, sollte die Nährwertkennzeichnung auf Lebensmittelverpackungen verstehen (Symbolbild) © Harid Richter/Imago

Auf der Verpackung von Fertig-Lebensmitteln finden Verbraucher verschiedene Angaben zum Nährstoffgehalt. Was sie bedeuten und was es dabei zu beachten gibt.

Berlin – Wer sich gesund ernähren möchte oder auf eine bestimmte Nährstoffzusammensetzung achten muss, kann sich an der Nährwertkennzeichnung auf Lebensmitteln orientieren. Sie ist seit dem Jahr 2016 für die sieben wichtigsten Nährwerte gesetzlich vorgeschrieben und neuerdings auch am farbigen Nutri-Score erkennbar. Was es dabei zu beachten gibt und wie Sie Tabelle richtig deuten, lesen Sie hier.

Nährwerttabelle: Zucker und Fett müssen aufgelistet werden

Laut EU-Lebensmittelinformationsverordnung müssen Hersteller von abgepackten Lebensmitteln die Nährwerte grundsätzlich in Tabellen-Form angeben. Einzige Ausnahme: Bei Platzmangel dürfen sie auch hintereinander aufgelistet werden. Die Angaben entsprechen dem Gehalt pro 100 Gramm oder 100 Milliliter des Produkts.

Die Tabelle muss folgende Angaben enthalten:

Darüber hinaus ist zusätzlich die freiwillige Angabe pro Portion möglich. Neben den genannten Nährwerten können Hersteller auch einfach ungesättigte Fettsäuren, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, mehrwertige Alkohole (Zuckeraustauschstoffe wie Sorbit), Stärke, Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe aufführen. Letztere sind allerdings nur erlaubt, wenn sie in nennenswerten Mengen enthalten sind – laut Verbraucherzentrale ab 15 Prozent der empfohlenen Tagesdosis. Wirbt der Hersteller mit diesen Nährwerten (zum Beispiel: „enthält besonders viele Ballaststoffe“), ist die Angabe dagegen verpflichtend.

Nährwerttabelle: Noch einfacher mit Nutri-Score

Noch einfacher ist das Ganze seit dem letzten Jahr. Einige Lebensmittelhersteller verwenden seitdem zusätzlich den Nutri-Score. Eine Farbskala mit fünf Stufen. Die Farben sollen die Nährwerte und Eigenschaften von Fertig-Produkten mit den Farben (A (grün) = gut, bis E (rot) = weniger gut) auf einen Blick zeigen. Nährwerte wie Energie, gesättigte Fettsäuren, Salz und Zucker wirken sich negativ, Ballaststoffe, Eiweißgehalt und ein möglicher Obst-, Gemüse- oder Nussanteil dagegen positiv auf den Wert aus.

Allerdings warnen Verbraucherschützer davor, den Nutri-Score überzubewerten. Denn Vitamine, Mineralstoffe oder ungesättigte Fettsäuren, aber auch Geschmacksverstärker oder Zuckeraustauschstoffe werden nicht berücksichtigt. Das birgt die Gefahr, dass Hersteller Zucker oder Fett durch Zusatzstoffe ersetzen.* Er bleibt deshalb vor allem eines: eine Vergleichsmöglichkeit innerhalb einer bestimmten Produktkategorie.

Nährwerttabelle: Was Sie außerdem wissen müssen

Wie viel Fett und Zucker in einem Lebensmittel stecken scheint dank Nährwerttabelle für Verbraucher klar. Doch Vorsicht, es gibt einige Produkte, die von der Kennzeichnungspflicht ausgenommen sind. Dazu zählen beispielsweise Kaugummi, Lebensmittel in Verpackungen, die kleiner als 25 Quadratzentimeter sind und Getränke mit mehr als 1,2 Prozent Alkohol.

Nicht nachvollziehbar, kritisieren die Verbraucherschützer und fordern immer wieder, die Ausnahmeregelung für alkoholische Getränke aufzuheben. Auch der Nutri-Score sollte laut Verbraucherzentrale verpflichtend sein. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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