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OP- und FFP2-Masken: So gut schützen sie vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus

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Von: Laura Knops

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Wer den Mund-Nasen-Schutz falsch trägt, hat nicht nur ein höheres Risiko, sich mit dem Coronavirus anzustecken. Auch die Gefahr, andere zu infizieren, ist deutlich höher. Die Wahl des richtigen Maskenmodells trägt zum optimalen Schutz bei.

Marburg – Zur Eindämmung des Coronavirus gilt in Deutschland vielerorts eine Maskenpflicht. Bereits seit einiger Zeit ist jedoch klar: Eine einfache Mund-Nasen-Bedeckung ist keinesfalls ausreichend. In öffentlichen Verkehrsmitteln, Einzelhandel und Innenstädten müssen nun mindestens medizinische Gesichtsmasken getragen werden*. Wie gut eine Maske schützt, hängt jedoch neben dem richtigen Material auch von der optimalen Passform ab. Forscher der Philipps-Universität Marburg haben nun untersucht, unter welchen Bedingungen Gesichtsbedeckungen eine möglichst große Sicherheit vor einer Infektion gewährleisten.

OP- und FFP2-Masken: Wie gut schützen sie vor einer Ansteckung?

Die Forscher um Studienleiter Professor Dr. Frank Günther haben dazu untersucht, welcher Mund-und-Nasenschutz vor Schwebeteilchen in der Luft schützt. „Wir sind unter realistischen Bedingungen der Frage nachgegangen, wie die Sicherheit des Klinikpersonals gewährleistet werden kann“, erklärt Leitautor Christian Sterr. Denn Abstandhalten gelingt besonders im klinischen Alltag oder bei der Patientenversorgung nur schwer. Menschen, die in medizinischen Einrichtungen arbeiten, tragen daher ein besonders großes Risiko, sich mit dem Coronavirus anzustecken.

Um herauszufinden, welche Gesichtsbedeckung den bestmöglichen Schutz bietet, untersuchten die Forscher insgesamt 29 verschiedene Schutzmasken. Diese fünf Kategorien wurden dabei getestet:

OP- und FFP2-Masken: Mund-Nasen-Schutz im Praxistest

Die Forscher aus Marburg analysierten, wie gut die Masken Partikel aus der Luft filtern und wie viel Widerstand sie dem Atmen entgegensetzen - und das auch, wenn sie aufgesetzt werden. Dazu stellten sie ein spezielles Kopfmodell her, an dem die Masken angebracht wurden. Um die Filterleistung zu bestimmen, bliesen sie Test-Aerosole durch die Maske und ermittelten, wie viele Partikel der Stoff durchließ.

Mithilfe dieser praxisnahen Messungen an verschiedenen Mund-Nasen-Bedeckungen konnten die Forscher aus Marburg wie erwartet zeigen, dass Atemschutzmasken mit FFP2-Zertifikat am besten vor Aerosolen schützen. Im Test filterten sie rund 65 Prozent der Partikel aus der Atemluft. Anders als beim reinen Materialtest zeigte der Tragetext jedoch, dass auch der Sitz der Masken einen entscheidenden Einfluss hat.

OP- und FFP2-Masken: Passform entscheidend

Was die Filterleistung angeht, schnitten Modelle nach chinesischem Standard KN95 verglichen mit den FFP2-Masken zwar ähnlich gut ab, beim Attrappen-Test filterten sie allerdings nur rund 41 Prozent der Partikel aus der Atemluft. Doch wie steht es um die allseits verwendeten OP-Masken?

Die Ergebnisse der Studie zeigen: OP-Masken halten Partikel deutlich besser ab als ein starrer Atemschutz ohne E-Zertifikat. Obwohl sie im reinen Materialtest eine geringere Filterleistung vorwiesen, wirken sie auf dem Gesicht getragen ähnlich gut. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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