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Ernährung bei Rheuma: Diese Nahrungsmittel helfen gegen Beschwerden

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Von: Jasmina Deshmeh

Eine ältere Frau in Jeanshemd und mit schulterlangem Haar greift sich mit schmerzverzerrtem Gesicht an die rechte Hand (Symbolbild)
Mit antientzündlichen Lebensmitteln lassen sich Beschwerden bei Rheuma reduzieren (Symbolbild) ©  allOver-MEV/Imago

Die richtige Ernährung kann Entzündungen bei Rheuma reduzieren. Welche Lebensmittel geeignet sind und auf welche Sie besser verzichten, steht hier.

Bonn – Unter dem Begriff „Rheuma“ werden über 100 verschiedene Krankheiten zusammengefasst, die durch Entzündungen hervorgerufen werden und meist mit Schmerzen in den Gelenken, aber auch in weichem Gewebe wie Muskeln oder Gefäßen, einhergehen. Mit der richtigen Ernährung lassen sich die Beschwerden lindern. Einige Patienten brauchen dann sogar weniger Medikamente.

Ernährung bei Rheuma: Diese Nahrungsmittel lindern Beschwerden

Neben der medikamentösen – und manchmal auch chirurgischen – Therapie kann die Ernährung ein wichtiger Baustein bei der Rheuma-Behandlung sein. Denn eine Ernährungsumstellung kann die Entzündungsaktivität im Körper mindern und damit auch die Beschwerden reduzieren, wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) erklärt. So zeigen Studien, dass zumindest Symptome wie Schwellungen, Überwärmung und Schmerzen bei rheumatischen Erkrankungen durch eine gesunde Ernährung zurückgehen können und damit im besten Fall die Medikamenteneinnahme reduzieren.

Indirekt kann eine gesunde Ernährung außerdem zu einer Gewichtsreduktion und damit zu einer Entlastung der Gelenke führen. Hinzu kommt, dass Rheuma-Patienten überdurchschnittlich oft an weiteren Erkrankungen wie Diabetes, Arteriosklerose und Fettstoffwechselstörungen sowie Nahrungsmittelunverträglichkeiten, wie Laktose- oder Fructoseintoleranz oder einer Glutensensitivität leiden, auf die die Ernährungsumstellung ebenfalls positive Effekte haben kann.

Rheuma: Viel pflanzliche Lebensmittel

Ernährungsexperten empfehlen Rheuma-Patienten eine überwiegend pflanzliche Kost,* die in Maßen durch fettarme Milchprodukte und Fisch ergänzt wird. Auf diese Weise nehmen sie deutlich weniger entzündungsfördernde Arachidonsäure auf, die vor allem in Fleisch, Ei und fettreichen Milchprodukten vorkommt. Auch Fisch und Meeresfrüchte enthalten Arachidonsäure, sind dafür aber auch reich an gesunden Fettsäuren (Omega-3-Fettsäuren), die sich wiederum positiv auf Entzündungen auswirken. In Milchprodukten steckt ebenfalls Arachidonsäure. Ganz verzichten sollte man auf sie aber nicht, da sie wertvolles Eiweiß und Kalzium für die Knochen liefern.

Ernährungstipps bei Rheuma:

Rheuma: Fettzellen verstärken Entzündungen

Auch das Gewicht spielt bei entzündlichen Erkrankungen wie Rheuma eine Rolle. So zeigen Laboruntersuchungen, dass übergewichtige Menschen erhöhte Entzündungsmarker im Blut aufweisen. Besonders Fettgewebe in der Körpermitte (sogenanntes Bauchfett) produziert nach Angaben des Berufsverbands Deutscher Internisten (BDI) Mediatoren und Hormone, die zu lokalen und systematischen Entzündungen im Körper führen. Neben einer gesunden Ernährung sollten Rheuma-Patienten deshalb auch auf einen gesunden Lebensstil mit ausreichend Bewegung, etwa durch regelmäßige Spaziergänge, Joggen oder Radfahren und wenig Stress achten.

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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