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Impfung gegen Zecken-Krankheit: Für wen, wann und wie oft? Alle Infos über die Schutzimpfung gegen FSME

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Von: Laura Knops

Die sogenannte Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird von Zecken übertragen. Nur eine Schutzimpfung kann vor einer Ansteckung mit der gefährlichen Krankheit schützen. Wer sich wann und wie oft impfen lassen sollte, erfahren Sie hier.

Berlin – Im vergangenen Jahr steckten sich in Deutschland so viele Menschen wie noch nie mit der von Zecken übertragenen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) an*. Laut Experten des Robert-Koch-Instituts liegt das zum einen daran, dass während der Corona-Pandemie besonders viele Menschen in der heimischen Natur nach Erholung suchten. Zudem waren besonders viele Zecken unterwegs. Die gute Nachricht: Es gibt eine Impfung, mit der man sich vor der gefährlichen Krankheit schützen kann.

FSME-Impfung: Wie sinnvoll ist eine Impfung gegen Zeckenbisse?

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis ist eine Infektionskrankheit, die meist von Zecken übertragen wird. Zu den ersten Symptomen zählen erkältungsähnliche Beschwerden wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Im schlimmsten Fall kann die Virusinfektion eine Gehirnentzündung auslösen und sogar tödlich enden. 

Die Ansteckungsgefahr ist laut Robert-Koch-Institut (RKI) besonders in den Sommermonaten von März bis November in den FSME-Risikogebieten erhöht. Insgesamt, so Experten, liegt die Wahrscheinlichkeit einer FSME-Infektion nach einem Zeckenstich in einem Risikogebiet bei 1:50 bis 1:100.

FSME-Impfung: Wie lässt sich die Krankheit behandeln?

Ist die Krankheit einmal ausgebrochen, können nur die Symptome und nicht die Erkrankung selbst behandelt werden. Trotzdem sind schwere Fälle eher eine Seltenheit. Meist verläuft die von Zecken übertragene Krankheit ohne Komplikationen und heilt ohne schwerwiegende Folgen aus.

Doch die Landesärztekammer Baden-Württemberg warnt: Das Risiko für eine schwere Erkrankung etwa mit Gehirnentzündungen oder Atemlähmungen sei immer gegeben. In wenigen Fällen könne FSME tödlich verlaufen.

Zecken-Impfung: Wer sollte sich gegen FSME impfen lassen?

Das Robert-Koch-Institut empfiehlt die FSME-Impfung vor allen Menschen, die in ausgewiesenen FSME-Risikogebieten wohnen oder dahin reisen und vor Ort in der Natur unterwegs sind. Darüber hinaus sollten sich auch Angerhörige von Berufsgruppen, die während ihrer Arbeit mit dem FSME-Virus in Kontakt kommen könnten, impfen lassen.

Insgesamt sind 169 Kreise in Deutschland als FSME-Risikogebiete erfasst. Einzelne Risikogebiete finden sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) in Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und im Saarland. Zu den FSME-Risikogebieten zählen zudem Regionen in:

FSME-Impfung: Wie läuft die Impfung ab und wie oft muss geimpft werden?

Für die Grundimmunisierung gegen FSME sind insgesamt drei Impfungen notwendig. Nach der ersten Spritze sollte die nächste zwei Wochen bis drei Monate später erfolgen. Wer im Frühsommer geschützt sein möchte und noch nicht geimpft wurde, sollte sich also möglichst zeitnah darum kümmern. 

Fünf bis zwölf Monate nach der zweiten folgt die dritte Impfung. Dann hat man laut RKI eine Grundimmunisierung, welche bereits einen sehr hohen Impfschutz gegen FSME-Viren bietet. Eine Auffrischung empfiehlt sich in der Regel nach drei Jahren.

FSME-Impfung: Wie wirksam schützt der Impfstoff und ist er auch für Kinder geeignet?

Laut RKI besteht nach den drei Impfdosen bei 99 Prozent der Geimpften ein vollständiger Schutz. Nach zwei Impfungen sei der Wert zwar schon bei 98 Prozent – dieser Schutz hält ohne dritte Impfung allerdings nur etwa ein Jahr an.

Auch Kinder können bereits ab einem Alter von einem Jahr gegen die Virusinfektion geimpft werden. Da Kinder häufig in der Natur spielen, empfehlen Experten die Impfung auch im Kindesalter. (Mit Material der dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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