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Schlaganfall: Rotes Fleisch ist laut Studie doch kein Auslöser 

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Von: Jasmin Farah

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Macht rotes Fleisch krank? Fördert es Entzündungen in unserem Körper? Zumindest die These, dass es Schlaganfall begünstigt, konnte widerlegt werden.

Ein zu hoher Konsum an rotem Fleisch und Wurstwaren gilt schon länger als ungesund. Es gibt unzählige Studien, die besagen, dass tierische Produkte entzündungsfördernde Prozesse im Körper anstoßen, was wiederum die Grundlage für viele heutige Zivilisationskrankheiten bilden soll.

Schlaganfall: Rotes Fleisch ist laut Studie doch kein Auslöser 

Salami-Pizza
Salami-Pizza ist lecker, jeden Tag sollte man sie sich aber nicht gönnen. © PeteerS/Imago

Viele Studien wollen in der Vergangenheit einen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von rotem Fleisch, darunter Rind, Wild, Schwein, Kalb oder Lamm und einem erhöhten Risiko für Krankheiten erkannt haben wie:

Demnach wird vermutet, dass durch rotes Fleisch bei der Verdauung Stoffe entstehen, die den Cholesterin-Stoffwechsel negativ beeinflussen, Blutgefäße im Körper verstopfen und die Arterienverkalkung fördern. Doch dem widersprechen US-Forscher der Washington University in einer neuen Studie. Zu ihrem Ergebnis kommen sie, nachdem sie 180 frühere Studien ausgewertet haben. Diese hatten alle Ernährungsgewohnheiten und deren Auswirkungen auf die Gesundheit zum Thema.

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Schlaganfall: Rotes Fleisch kann Darmkrebs begünstigen

Das bedeutet allerdings nicht, dass das nun grünes Licht für den übermäßigen Konsum von rotem Fleisch bedeutet. Denn die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft es immer noch als ein Lebensmittel ein, das man nur vorsichtig und in Maßen genießen sollte. Die Annahme ist, dass es weiterhin „wahrscheinlich krebserregend“ sei, da es noch viele andere Stoffe wie etwa das enthaltene Häm-Eisen (ein Eisen-Protein-Komplex) enthält, welches potenziell gesundheitsschädigend sein kann.

Letzteres soll das Erbgut im Darm schädigen und die Zellteilung fördern. Je mehr rotes Fleisch gegessen würde, desto größer sind die Schäden an der Darmschleimhaut und in den Darmzellen selbst, berichtet der NDR. Das habe bereits eine Studie aus dem Jahre 2017 im Fachblatt American Journal of Epidemiology ergeben.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Umso schlimmer, wenn es sich um verarbeitetes Fleisch wie Schinken, Würstchen oder Salami handelt. Mit der Folge, dass das Risiko beträchtlich steigt, folglich an Darmkrebs zu erkranken. Dem stimmt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) zu und empfiehlt daher gesunden Erwachsenen, wöchentlich nicht mehr als 300 bis 600 Gramm (rotes) Fleisch zu essen.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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