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Schwanger im Sommer: Mit diesen Tipps überstehen Sie die Hitze

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Von: Jasmina Deshmeh

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Eine schwangere Frau mit dunklen Haaren liegt auf einer Wiese, die Hände hinter dem Kopf verschränkt (Symbolbild)
Die Sommerhitze kann in der Schwangerschaft besonders anstrengend sein. Regelmäßige Abkühlungen sind deshalb umso wichtiger (Symbolbild) © ingimage/Imago

Sommer, Sonne und Schwangerschaft: Für viele ist das eine Herausforderung. Wir verraten, was Schwangere beachten müssen und wie sie das Sommerwetter trotz Kugelzeit genießen können.

Bonn – Sommerhitze ist für den Körper eine Herausforderung, besonders in der Schwangerschaft. Viele Schwangere merken jetzt die zusätzlichen Kilos besonders deutlich und kommen schon bei der kleinsten Anstrengung an ihre Belastungsgrenze. Wir geben Tipps, worauf werdende Mamas achten sollten und wie sie es schaffen, trotz Temperaturen jenseits der 30 Grad „cool zu bleiben“.

Schwanger im Sommer: Wasser, Wasser, Wasser

Viel trinken ist bei diesen Temperaturen für alle Menschen wichtig, für Schwangere aber ganz besonders. Denn in der Schwangerschaft erhöht sich das Blutvolumen und das Baby benötigt Flüssigkeit als Vehikel für Nährstoffe, Stoffwechselprozesse und den eigenen Kreislauf. Zudem leiden viele Schwangere an Hitzewallungen und Verstopfung, der eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr vorbeugen kann.

Mindestens 1,5 Liter sollten es laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE) am Tag schon sein, an heißen Tagen auch gerne mehr. Dabei kommt es nicht nur auf die Flüssigkeitsmenge an, sondern auch darauf, was getrunken wird.

Für Schwangere eignen sich besonders:

Vorsicht ist dagegen bei koffeinhaltigen Getränken wie Kaffee, grünem und schwarzem Tee sowie chinihaltigen Getränken (Tonic Water und Bitter Lemon) geboten, da sie in größeren Mengen dem Baby schaden können. Bestimmte Teesorten wie Himbeerblättertee können zudem wehenfördernd wirken und sollten erst gegen Ende der Schwangerschaft und nach Absprache mit der Hebamme oder dem Frauenarzt konsumiert werden.

Schwanger im Sommer: Es langsam angehen lassen

An besonders heißen Tagen kann ein Mittagsschlaf wahre Wunder bewirken. Schwangere sollten wichtige Termine deshalb möglichst in die Morgen- und Abendstunden legen und regelmäßige Pausen einlegen, in denen sie die Füße hochlegen, um Wassereinlagerungen in den Beinen zu reduzieren. Auch kalte Duschen können müden und schweren Beinen entgegenwirken und den Kreislauf in Schwung bringen. Dabei darauf achten, die Beine von unten nach oben abzuduschen.

Schwanger im Sommer: Moderate Bewegung

Es langsam angehen zu lassen bedeutet jedoch nicht, den ganzen Tag zu faulenzen. Im Gegenteil: Moderate Bewegung, wie Spaziergänge, Fahrradfahren oder auch Schwimmen bringen den Kreislauf in Schwung, reduzieren Wassereinlagerungen sowie Schwangerschaftsübelkeit und können den Schwangerschaftsverlauf allgemein positiv beeinflussen. Wichtig ist, dass sich Schwangere im aeroben Bereich bewegen, also dass Unterhaltungen noch möglich sind. Dabei sollten sie immer auf den eignen Körper hören und bei möglichen Warnsignalen wie Wehen, Kreislaufbeschwerden oder Schmerzen eine Pause einlegen. Außerdem gilt auch hier: Kühle Tageszeiten wie den frühen Morgen vorziehen.

Schwanger im Sommer: Kleine Snacks für den Kreislauf

Durch die hormonelle Umstellung und den beschleunigten Stoffwechsel schwitzen viele Frauen in der Schwangerschaft vermehrt. In Verbindung mit hohen Temperaturen ist das nicht ganz ungefährlich. Neben einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr, helfen regelmäßige kleine Snacks, den Mineralstoffhaushalt auszugleichen und den leicht erhöhten Kalorienbedarf zu decken. Besonders gut eignen sich dazu Obst, Nüsse und Trockenfrüchte.

Schwanger im Sommer: Direkte Sonne meiden

In der Schwangerschaft reagiert die Haut durch die Hormonveränderungen sensibler auf Sonne, es kommt schneller zu Sonnenbränden und zur Bildung von Pigmentflecken. Auch die dunkle Linie, die Linea Nigra, die einige Schwangere vom Schambein bis zum Bauchnabel entwickeln, kann durch UV-Strahlung dunkler werden und dadurch nach der Geburt länger anhalten. Durch die starke Dehnung der Haut wird diese außerdem dünner und damit durchlässiger für Sonnenstrahlen.

Schwangere sollten sich deshalb bevorzugt im Schatten aufhalten und beim Baden eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (mindestens 30) auftragen. Ratsam ist auch, auf mögliche reizende Inhaltsstoffe wie bestimmte Duftstoffe und Konservierungsmittel zu verzichten. Die meisten Sonnencremes enthalten zudem synthetische UV-Filter, die in die Haut einziehen und dort UV-Strahlen in Wärme umwandeln. Einige von ihnen stehen im Verdacht, wie das weibliche Hormon Östrogen zu wirken. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann auf Sonnenmilch mit mineralischen Filtern ausweichen. Einziger Nachteil: Die Produkte lassen sich meist schwerer auftragen und hinterlassen oft einen weißen Film.

Schwanger im Sommer: Die richtige Kleidung

In der Schwangerschaft ist es wichtig, dass nichts einengt und scheuert. Luftige Baumwollstoffe sind deshalb ideal und Synthetikfasern vorzuziehen, gerade auch bei hohen Temperaturen. Dabei muss es nicht immer teure Umstandsmode sein – oft reicht es, die Kleidung ein bis zwei Nummern größer zu kaufen oder sich von Freunden oder dem Partner etwas zu leihen. Das freut auch die Umwelt!

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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