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Sonnen-Creme richtig anwenden: Diese sechs Fehler machen die meisten

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Von: Christine Pander

Der Sommer ist da. Spätestens jetzt ist es Zeit, sich um den passenden Sonnenschutz zu kümmern. Diese Fehler machen die meisten von uns.

Berlin – Gegen ein Sonnenbad ist nichts einzuwenden, wenn die Haut richtig geschützt ist. Um die Vitamin-D-Speicher aufzufüllen, ist es sogar wichtig, ab und zu draußen in der Sonne zu sein. Doch zu viel Sonne und zu wenig Schutz kann fatale Folgen für das empfindliche Organ Haut haben: Passend zum Sommerauftakt entlarven wir einige Mythen rund um das Thema Sonnenschutz.

1. Alte Sonnencreme aufbrauchen: Jeder hat sie noch daheim im Schrank stehen, die alte Sonnenmilch aus dem längst vergangenen Sommer. Nicht nur für Sparfüchse ist dann die Verlockung groß, die Flasche einfach aufzubrauchen. Das ist jedoch keine gute Idee: Sonnencreme hat wie andere Kosmetikprodukte auch nur eine begrenzte Haltbarkeit, meist zwölf Monate nach dem Öffnen. Ist die Sonnencreme schon älter, garantieren die Hersteller nicht mehr für einen ausreichenden Schutz. Einer Studie zufolge kann alte Sonnencreme sogar krebserregende Stoffe enthalten. Daher Finger weg und ab in den Müll, wenn sich die Konsistenz verändert hat, das Mittel komisch riecht oder verfärbt ist.

Sonnencreme richtig benutzen: Viel hilft viel

2. Zu wenig Creme auftragen: Das ist vermutlich der Fehler, der am häufigsten passiert. Denn hier stimmt der Satz wirklich „viel hilft viel“. Der Stiftung Warentest zufolge sollten es bei einem Erwachsenen circa vier Esslöffel pro Körper sein. Die Faustregel lautet: zwei Milligramm pro Quadratzentimeter Haut. Bei einem 1,80 Meter großen Normalgewichtigen sind das ungefähr 20 bis 30 Gramm oder eben drei bis vier Esslöffel Sonnencreme. Nach dem Schwimmen muss immer neu eingecremt werden. Rechnet man das auf einen Badeurlaub um, braucht man sehr viel mehr Sonnencreme, als viele annehmen. Wer in einer Sommersaison daher nicht einmal eine einzige Flasche verbraucht hat, hat entweder viel Zeit in der Wohnung, im Regen oder im Keller verbracht.

3. Das falsche Sonnenschutzmittel verwenden: Unbedeckte Körperstellen sollen der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) zufolge bei Sonnenschein immer mit Sonnenmilch eingecremt werden. Das Wichtigste bei einer Sonnencreme ist der Lichtschutzfaktor. Er sollte mindestens bei 30 liegen, besser sind Mittel mit 50er Schutz. Wer eine trockene Haut hat, nimmt besser eine reichhaltige Creme. Für fettige Haut sind ölfreie Produkte geeignet. Teuer muss der Sonnenschutz zudem nicht sein: Wie regelmäßige Überprüfungen von Ökotest oder der Stiftung Warentest zeigen,* sind auch Discounter- und Drogerie-Sonnencremes sehr gut geeignet, um die Haut vor Sonnenschäden zu schützen.

4. Nicht erst in der Sonne eincremen: Viele denken, es reicht aus, sich draußen einzucremen. Einige Produkte benötigen aber etwas Zeit, bis sie ihre Wirkung entfalten. Wer frisch eingecremt in der Sonne braten will, riskiert so einen Sonnenbrand. Ein Tipp: 20 bis 30 Minuten vor dem Sonnenbaden eincremen. Dann hat sich der UV-Schutz aufgebaut. Und: Wer sich eincremt, wenn er noch nicht angezogen ist, vergisst keine Stellen am oder unter dem Kleidungssaum. Sie sind prädestiniert für Sonnenbrand.

Sonnencreme richtig nutzen: Wer viel schwitzt, muss viel schmieren

5. Wer schon eine leichte Sommerbräune hat, braucht keine Sonnencreme mehr: Ein fataler Irrtum. Der Hauttyp bleibt derselbe, egal, wie gebräunt jemand ist. Wer seine Haut schützen will, nimmt deshalb immer denselben hohen Lichtschutzfaktor. Es ist außerdem ein Mythos, dass man mit Sonnencreme nicht braun werden kann. Wer zu wenig Sonnencreme aufträgt, wird nämlich vielleicht nicht nur schneller braun, sondern auch schneller rot. Bräune, die nach einem Sonnenbrand entsteht, hält nicht lange, weil sich die Haut danach oft schält. Außerdem kann die Haut irreparable Hautschäden davontragen, wenn sie nicht ausreichend geschützt wird.

6. Nach dem Eincremen muss nicht gleich wieder nachgeschmiert werden: Das ist auch nicht ganz richtig. Wer sich auf ein Handtuch legt, verliert etwas Sonnenschutzmittel durch Reibung beziehungsweise Kontakt mit dem Tuch. Dann sollte nachgelegt werden. Sportler sollten schneller nachcremen, wenn sie viel schwitzen. Und selbstverständlich muss nach jedem Ausflug ins Wasser wieder neu eingecremt werden.

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteur:innen leider nicht beantwortet werden.

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