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Spaziergänge: Warum sie so gesund für Körper und Seele sind

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Von: Jasmina Deshmeh

Spaziergänger spazieren in Dresden am Elbufer entlang (Symbolbild)
Regelmäßiges Spazierengehen hilft gegen Grübeln und kann helfen, Krankheiten vorzubeugen (Symbolbild) © Sylvio Dittrich/Imago-images

Um gesund zu bleiben, ist körperliche Aktivität wichtig. Dabei muss es nicht immer Sport sein, auch regelmäßiges Spazierengehen ist Erholung für die Seele und kann sogar das Leben verlängern.

Cambridge – Spazierengehen ist erst in Pandemie-Zeiten wieder in Mode gekommen. Dabei ist es die natürlichste Form der Fortbewegung, von der nicht nur der Körper profitiert: Auch die Psyche kann sich bei Spaziergängen vom Stress erholen, indem der Fokus auf etwas anderes gelegt wird.

Spazierengehen: Bewegung hilft gegen Grübeln

Spazierengehen macht nicht nur Spaß, es baut auch Stress ab, steigert das Wohlbefinden und wirkt gegen depressive Verstimmungen. So haben ForscherInnen aus Stanford 2015 in einer Studie herausgefunden, dass Spaziergänge in der Natur die Aktivität im präfrontalen Cortex — dem Bereich des Gehirns, der negative Emotionen reguliert — vermindert. Die ProbandInnen waren dadurch weniger anfällig für Grübeleien und negative Gefühle und konnten sich besser auf positive Gedankengänge konzentrieren.

Entscheidend war allerdings der Ort des Spaziergangs: Während sich der Aufenthalt in der freien Natur positiv auf die StudienteilnehmerInnen auswirkte, hatten Stadtspaziergänge keine Wirkung.

Spazierengehen: Regelmäßige Spaziergänge verlängern das Leben

Nicht nur seelisch, auch körperlich wirkt sich Spazierengehen positiv auf unsere Gesundheit aus: So liefert eine Untersuchung von WissenschaftlerInnen aus Cambridge Hinweise darauf, dass regelmäßige Spaziergänge unser Leben verlängern können. Für ihre Studie hatten die ForscherInnen 300.000 Studien-TeilnehmerInnen zu ihren körperlichen Aktivitäten befragt über einen Zeitraum von 12,4 Jahren beobachtet. Das Ergebnis: Vor allem bei Menschen mit Normalgewicht kann regelmäßige Bewegung das Sterblichkeitsrisiko um 20 bis 30 Prozent (gegenüber der Kontrollgruppe) senken.

Für diesen Effekt sind nicht etwa lange Spazier-Touren nötig: Schon 20 Minuten am Tag würden laut den ForscherInnen reichen, um die Lebenserwartung um durchschnittlich 0,7 Jahre zu verlängern

Spazierengehen: Was beim Gehen im Körper passiert

Spazierengehen ist einfach, schließlich braucht man dafür weder Ausrüstung, noch ein Fitnessstudio.* Dafür sind die Effekte dieser preisgünstigen und unkomplizierten Bewegungsform groß:

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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