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Sport mit Mund-Nasen-Schutz: Gefährlich für die Gesundheit?

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Von: Jasmina Deshmeh

Eine junge Frau in Shorts und Sport-Top und mit Gesichtsmaske macht Dehnübungen in einem Fitnessraum (Symbolbild)

Die ersten Fitnessstudios haben wieder geöffnet. Erlaubt ist das Training aber nur mit Maske. Eine Gefahr für die Gesundheit? (Symbolbild). ©  Addictive Stock/imago-images

Beim Sport eine medizinische Gesichtsmaske zu tragen, ist keine besonders angenehme Vorstellung. Wer in Zeiten von Corona im Fitnessstudio trainieren möchte, hat aber keine andere Wahl. Eine Gefahr für die Gesundheit?

Mailand/Berlin – In einigen deutschen Bundesländern haben die ersten Fitnessstudios wieder geöffnet. Dort gilt, wie auch auf andere öffentlichen Plätzen, die Masken-Pflicht. Da Sport anstrengend ist und mit einem Mund-Nasen-Schutz noch anstrengender erscheint, fragen sich viele Fitness-Fans ob die Maske beim Training eine Gefahr für die Gesundheit darstellt. Ein Forscherteam aus Mailand ist dieser Frage in einer Studie auf den Grund gegangen, die kürzlich im „European Respiratory Journal“ vorgestellt wurden.

Maske beim Sport tragen: Probanden können weniger Leistung bringen

Die Untersuchung zeigt: Mit Maske fällt es den Testpersonen schwerer, ein- und auszuatmen. Mit einer chirurgischen Maske oder einer FFP2-Maske verringert sich ihre Leistung deshalb um 10 Prozent. „Diese Reduktion ist gering - entscheidend ist, dass sie nicht auf ein Risiko für gesunde Menschen hindeutet, die mit einer Gesichtsmaske trainieren, selbst wenn sie an ihre äußersten Kapazitäten kommen“, erklärt der Kardiologe Massimo Mapelli von der Universität Milan, Mitautor der Studie.

Allerdings handelt es sich hierbei um eine kleine Untersuchung, bei der nur zwölf Frauen und Männer einbezogen wurde. Alle Probanden sind keine professionellen Sportler, im Durchschnitt 40 Jahre alt und gesund. Für die Studie trainierten die Personen jeweils mit und ohne Maske auf einem Fahrradergometer, während die Forscher folgende Parameter maßen:

Maske beim Sport tragen: Mund-Nasen-Schutz kann Training im Fitnessstudio sicherer machen

Sorgen müssen sich gesunde Menschen also auch bei intensiver Bewegung mit Maske nicht machen.* „Während wir darauf warten, dass mehr Menschen gegen das Coronavirus geimpft werden, könnten diese Erkenntnisse dazu beitragen, dass es sicherer wird, Fitnessstudios zu öffnen“, erklärt Mapelli. Ob für Menschen mit Herz- oder Lungenkrankheiten andere Regeln gelten, müsse allerdings noch ausführlich untersucht werden.

Die Forscher sind nicht die ersten, die sich mit dem Thema „Training mit Maske“ beschäftigen. Schon im Juli 2020 hatten Wissenschaftler der Uni Leipzig die Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit von zwölf gesunden Männern im Alter von 38 Jahren mit Mund-Nasen-Schutz untersucht. Auch diese Studie zeigte, dass sich die maximale Leistung und die maximale Sauerstoffaufnahme sowohl bei chirurgischem Mundschutz als auch FFP2-Masken reduzieren. Allerdings wurden auch hier nur gesunde verhältnismäßig junge Teilnehmer berücksichtigt. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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