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Total gestresst? Stricken kann helfen, einen Gang runterzuschalten

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Von: Anna Katharina Küsters

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Negativer Stress schlägt manchen nicht nur auf das Gemüt, sondern auch schnell auf die Gesundheit. Geht es Ihnen auch so, sollten Sie das Stricken beginnen.

New York – Ein Abgabetermin steht kurz bevor, es gibt Streit mit der besten Freundin oder das Auto hat mal wieder mitten auf der Landstraße eine Panne: Für Stress gibt es viele Gründe. Ob ein Mensch solchen Alltagsstress gut bewältigt und sich genügend schützen kann gegen die Flut an Anforderungen, ist sehr unterschiedlich. Wichtig ist jedoch, dass es genügend Ausgleich gibt zu hektischen und angespannten Lebensphasen. Viele nutzen beispielsweise eine ruhige Meditation, um wieder herunterzufahren. Doch es gibt auch andere Wege. Wer regelmäßig strickt, pflegt seinen Seelenzustand ebenfalls.

Total gestresst? Stricken kann helfen, einen Gang runterzuschalten

Beim ersten Gedanken ans Stricken tauchen neben den Nadeln und der Wolle häufig auch eine liebenswerte, ältere Dame vor einem Kamin im Schaukelstuhl vor dem inneren Auge auf. Doch Stricken ist längst nicht mehr nur etwas für die ältere Generation. Seit der Corona-Pandemie haben sich viele auf neue Hobbys gestürzt, die sich auch gut zu Hause umsetzen lassen. Das bedeutet einen Wendepunkt für das Image des Strickens, denn plötzlich ist es angesagt, seine eigenen Socken zu stricken, Schals für den Winter vorzubereiten und mit der eigenen Mütze draußen herumzulaufen.

Eine brünette Frau mittleren Alters sitzt vor einer Couch auf dem Boden und strickt. (Symbolbild)
Stricken senkt den Puls. (Symbolbild) © Giorgio Fochesato/Imago

Stricken ist also aus seiner staubigen Ecke herausgekommen. Dass das Hobby aber nicht nur schöner Zeitvertreib ist, sondern sich auf den Körper und die Seele beruhigend und gesundheitsfördernd auswirkt, ist noch nicht allgemein bekannt. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen zeigen in ihren Studien nun aber klar: Stricken hilft beim Stressabbau!

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Total gestresst? Der Griff zu den Nadeln lohnt sich

Stricken unterstützt Seele und Gehirn, das beweist zum Beispiel der Forscher Yonas Geda, der als Hirnforscher an der Mayo Clinic in Rochester im US-Bundesstaat Minnesota arbeitet. In seiner Studie hat er über 400 Seniorinnen und Senioren nach ihren Hobbys im Alltag befragt und sie mit den bei den älteren Menschen am häufigsten auftretenden Gedächtnisstörungen verglichen. Das Ergebnis zeigt deutlich: Wer sich zum Beispiel mit Stricken beschäftigt statt ständig vor dem Fernseher zu sitzen, erkrankt deutlich seltener an pathologischem Gedächtnisverlust.

Dabei ist es egal, wann Sie in ihrem Leben das Hobby beginnen. Wichtig ist nur, dass Menschen die Bewegungsabläufe immer wieder wiederholen. Die eintretende Routine und Regelmäßigkeit wirkt auf den Körper und Geist beruhigend, mit der Zeit stellt sich dann beim Stricken eine meditative Entspannung ein. Der Körper reagiert prompt:

Stricken hat außerdem noch eine weitere positive Komponente: Nach getaner Arbeit haben Entspannungssuchende etwas in der Hand, sie sehen das Produkt ihrer Arbeit. Das ist die perfekte Belohnung für das Gehirn, sodass sich das Hobby mit guten Gefühlen und Erfolg im Gehirn verknüpft. Handarbeiten in der Freizeit sind also ein guter Weg, Entspannung und Zufriedenheit zu finden. *24royal.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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