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Adipositas: Diese Gen-Mutation schützt vor Fettleibigkeit

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Von: Kristina Wagenlehner

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Zwei Frauen und ein Mann sitzen an einem Tisch und essen Burger. (Symbolbild)
Wie schnell manche zunehmen oder eben nicht, wird auch von den Genen gesteuert. (Symbolbild) © Agefotostock/Imago

Ein US-Pharmaunternehmen hat herausgefunden: Wenn Sie diese Mutation in sich tragen, werden Sie deutlich seltener stark übergewichtig.

New York – Als amerikanische Forscher bestimmte Teile der DNA (genau: des Exoms), analysieren, machen sie eine bahnbrechende Entdeckung: Sie erkennen eine Mutation, deren Träger seltener an einer Adipositas erkranken.

Adipositas: Diese Gen-Mutation schützt vor Fettleibigkeit

Laut Ärztezeitung werden im Jahr 2030 mehr als eine Milliarde Menschen adipös, also stark übergewichtig sein. Schon heute ist es vielen Betroffenen aus unterschiedlichen Gründen nicht möglich, ihr Gewicht mit gesunder Ernährung und Sport zu regulieren. Adipositas ist nicht nur aufgrund seiner Folgeerkrankungen gefährlich. Auch im Zusammenhang mit dem Coronavirus gilt es als Risikofaktor für einen schweren Verlauf.* Aus diesem Grund brummt die Forschung an einem Medikament, mit dessen Hilfe die Krankheit therapiert werden kann.

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So ließ das US-Pharmaunternehmen Regeneron das Exom, die proteinkodierenden Teile der DNA, von 645.626 Personen aus Groß­britannien, den USA und Mexiko sequenzieren. Die Forscher bestimmten also die Reihenfolge der Basen der DNA.

Studie: Adipositas-Risiko um 54 Prozent vermindert

Und die Forscher wurden fündig: Sie entdeckten Genvarianten in 16 Genen, die den Body-Mass-Index (BMI) ihrer Träger beein­flussten. Oft führte die Genvariante zum Beispiel zu einer Zunahme des Körpergewichts.

Anders beim Gen mit dem Namen GPR75: Hier führten verschiedene Mutationen zu einem defekten Protein. Mit der Folge, dass diese Studienteilnehmer einen 1,8 kg/m2 niedrigeren BMI hatten. Das entsprach etwa 5,4 kg. Zudem war das Adipositas-Risiko um 54 Prozent verringert, wie die Ärztezeitung berichtet.

Studie: Ausgangspunkt für Adipositas-Medikamente

Die Genvariante ist laut der Publikation in Science zwar selten, sie könnte jedoch zum Ausgangspunkt für die Ent­wick­lung neuer Medikamente werden.

Wie das Protein, das GPR75 kodiert, genau funktioniert, ist noch nicht bekannt. Da GPR75 im Hypothalamus gebildet wird, könnte es jedoch den Stoffwechsel mit regulieren und zum Beispiel den Appetit beeinflussen. Denn der Hypothalamus steuert unter anderem den Schlaf-Wach-Rhythmus und das Gefühl für Hunger und Durst. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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