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Studie belegt: mRNA-Impfstoffe nicht in Muttermilch nachweisbar

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Von: Jasmina Deshmeh

Vogelperspektive einer Mutter, die ihr Baby stillt (Symbolbild)
mRNA-Impfstoffe werden beim Stillen nicht auf den Säugling übertragen, wie eine amerikanische Studie zeigt (Symbolbild) © Addictive Stock/Imago

Experten stufen mRNA-Impfstoffe für stillende Mütter als unbedenklich ein, da sie offenbar nicht über die Muttermilch übertragen werden, wie eine aktuelle Studie zeigt.

San Francisco – Viele stillende Frauen haben Zweifel, ob sie sich mit mRNA-basierten Impfstoffen gegen das Coronavirus impfen lassen sollen. Forscher der University of California in San Francisco haben nun Milchproben von stillenden Müttern untersucht. Das Ergebnis gibt Entwarnung.

Studie belegt: Säuglinge werden über Muttermilch nicht mitgeimpft

Für die kleine Studie gaben 13 Mütter mehrere Muttermilchproben ab, nachdem sie mit den mRNA-Impfstoffen von Biontech/Pfizer oder Moderna geimpft wurden:

In keiner der Muttermilchproben konnten die Experten mRNA-Impfstoffe nachweisen. Eine Corona-Impfung mit mRNA-basierten Impfstoffen sei demnach kein Grund abzustillen, rät Stephanie Gaw im Fachblatt Jama Pediatrics. Die Studienergebnisse gäben Hinweise darauf, dass die mRNA aus den Impfstoffen nicht auf das Kind übertragen werden, so die Studienautoren. Die verwendeten Labortests sind in der Lage 0,2 bis 1,5 Billionstel Gramm mRNA in der Muttermilch nachzuweisen. Eine „Impfung“ des Säuglings mit Muttermilch schätzen die Forscher damit als sehr unwahrscheinlich ein, weisen zugleich aber auf die kleine Teilnehmerzahl der Studie hin.

Studie belegt: Antikörper können Säugling schützen

Anders sieht es dagegen mit Antikörpern gegen das Coronavirus aus, die die Mutter nach der mRNA-basierten Impfung bildet: Die mRNA (Boten-Ribonukleinsäure) enthält den Bauplan für bestimmte Eiweißbausteine des Virus, die körpereigene Zellen nutzen, um Bruchstücke des Erregers zu bauen. Auf diese reagiert wiederum das Immunsystem, dessen Abwehrzellen schützende Antikörper gegen SARS-CoV-2 bilden. Diese Antikörper könnten den Experten zufolge auch über die Muttermilch auf das Kind übertragen werden. Deutsche Fachgesellschaften hatten sich schon im Mai für eine priorisierte Impfung von stillenden Müttern ausgesprochen.*

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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