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Studien zur Alzheimer-Prävention: So halten Sie Ihr Gehirn fit

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Von: Kristina Wagenlehner

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Gute Nachrichten aus der Alzheimer-Prävention: Um der Krankheit vorzubeugen, müssen Sie nicht gleich Schachweltmeister werden. Ganz alltägliche Dinge halten Ihr Hirn fit.

Braunschweig – Neue Studien aus der Demenz-Forschung geben Grund zur Hoffnung. Schon ganz alltägliche Dinge können dazu beitragen, eine Demenz-Erkrankung wie Alzheimer zu verhindern. Wichtig ist aber auch, nicht zu spät mit der Prävention zu beginnen.

Neue Studien zur Alzheimer-Prävention: Reden gegen Demenz

Wenn wir altern, wird nicht nur die Haut schlaffer und die Falten tiefer, auch Nervenzellen und -verbindungen reduzieren sich und die Hirnmasse nimmt ab. US-Forscher der New York University Grossman School of Medicine konnten jetzt beispielsweise nachweisen, wie wichtig sozialer Austausch ist. Bereits bei 40- bis 50-Jährigen, die niemanden zum Reden hatten, war das kognitive Alter vier Jahre höher als bei Gleichaltrigen, die regelmäßig einen Gesprächspartner haben. „Diese vier Jahre können unglaublich wertvoll sein“, sagt Dr. Joel Salinas, wie BILD berichtet. Wenn es bereits zu spät ist und eine Angehörige oder ein Bekannter an Alzheimer erkrankt ist, ändert sich auch die Kommunikation. Dann helfen diese Tipps, um besser mit Erkrankten zu sprechen.

Neue Studien zur Alzheimer-Prävention: Das Hirn fordern

Um Ihre geistige Fitness sollten Sie sich nicht erst im Alter kümmern, denn die Grenze zwischen Krankheit und Vergesslichkeit ist schnell überschritten. Was gegen Alterungsprozesse im Hirn hilft, haben Wissenschaftler der Technischen Universität Dresden gezeigt.

Die Forscher, unter der Leitung von Sara Zocher und Prof. Gerd Kempermann, verglichen die Gehirne und das Verhalten von Mäusen. Eine Gruppe wurde in Käfighaltung und eine in einer reizreichen Umgebung untergebracht, mit Plastikspielzeug und Tunneln. Beide Gruppen enthielten junge (6,5 Wochen alt) und alte Mäuse (14 Monate alt).

Die nachfolgende Untersuchung ergab, dass die Hirnzellen der alten Tiere, die in einer abwechslungsreichen Umgebung untergebracht waren, sich verjüngten. Neue Hirnzellen und neuronale Verknüpfungen entstanden. Insgesamt wurde vor allem der Hippocampus gestärkt, der für das Lernen und das Gedächtnis zuständig ist.

Neue Studien zur Alzheimer-Prävention: Das Hirn fordern

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass dieser Mechanismus auch auf den Menschen übertragen werden kann. Wenn das Umfeld und das Leben abwechslungsreich ist, muss sich das Gehirn ständig auf neue Situationen einstellen – und bleibt dank der vielen neuen Impulse und Reize fit.

„Wenn Nervenzellen im Gehirn nicht gefordert werden, dann verkümmern sie schneller. Aktivieren wir sie, können wir dem entgegenwirken, unser Hirn fit halten und auch Krankheiten wie Alzheimer oder Demenz hinauszögern“, erklärt der Neurobiologe Prof. Dr. Martin Korte von der TU Braunschweig gegenüber der BILD.

Allerdings steigern auch andere Risikofaktoren wie Übergewicht oder eine Corona-Infektion das Risiko eine Demenz-Erkrankung zu entwickeln, bzw. den Verlauf beschleunigen – und auch die Luft spielt eine Rolle.*

Neue Studien zur Alzheimer-Prävention: Das können Sie tun

Wir wissen also, um dem krankhaften Vergessen zu entkommen, müssen wir das Hirn fordern. Getrost dem Motto: „Wer rastet, rostet.“ Um Alzheimer vorzubeugen, sollten Sie daher diese Dinge in Ihren Alltag integrieren:

Doch es gibt viele weitere Tipps, um Alzheimer vorzubeugen. Kreuzworträtsel und Sudoku helfen aber leider nicht: „Man trainiert dabei nur genau das, was man gerade macht, nämlich besser Kreuzworträtsel zu lösen. Leider hat das nachgewiesenermaßen keinen Effekt auf den Alterungsprozess des Gehirns“, so Korte.

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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