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Tag des Lungenkrebs: Deshalb ist Vorsorge so wichtig

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Von: Jasmina Deshmeh

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Eine zerbrochene Zigarette liegt auf Holzbausteinen mit der Aufschrift „STOP“
Rauchstopp ist der wichtigste Schritt bei der Lungenkrebs-Prävention (Symbolbild) © Panthermedia/Imago

Lungenkrebs ist eine der wenigen Krebsarten, bei denen der Hauptrisikofaktor bekannt ist: das Rauchen. Welche Maßnahmen neben dem Rauchstopp sonst noch schützen können, erklären wir hier.

Heidelberg – Die Lunge ist eines unserer wichtigsten Organe: Sie versorgt den Körper mit Sauerstoff und schafft damit die Voraussetzung für sämtliche Stoffwechselvorgänge. Schadstoffe wie Zigarettenrauch, aber auch Abgase und Feinstaub können das Organ schwer schädigen. Ist die Lunge erkrankt, kann das schnell zur Lebensgefahr werden. Zum Tag des Lungenkrebses geben wir deshalb Tipps zur Lungengesundheit und -vorsorge.

Tag des Lungenkrebs: WIe gefährlich ist Rauchen wirklich?

Vier von fünf tödliche Lungenkrebsfälle sind auf Nikotinkonsum zurückzuführen. Damit ist Rauchen der Hauptrisikofaktor für Lungenkrebs. Obwohl die Krankheit lange als Männerkrankheit galt, nimmt die Zahl der tödlichen Fälle bei den Männern immer mehr ab, während sie bei Frauen kontinuierlich zunimmt.

Auch für Nichtraucher ist Tabak ein wesentlicher Risikofaktor, wie das Deutsche Krebsforschungszentrum verweist. Zum Beispiel, wenn man mit einem Raucher zusammenlebt oder in einer verrauchten Umgebung arbeitet. Das Risiko steigt dabei:


Als wichtigsten Risikofaktor sehen Experten mittlerweile die Dauer des Rauchens und wie viele Zigaretten in dieser Zeit konsumiert werden. Dieser Zeitraum wird auch in „Packungsjahren“ angegeben. Ein Packungsjahr entspricht einem Jahr, in dem man jeden Tag eine Packung Zigaretten geraucht hat.

Tag des Lungenkrebs: Prävention ist alles

Was kann man tun, um das Risiko von Lungenkrebs zu senken? Die wichtigste Maßnahme ist ganz klar der Rauchstopp! Denn sobald man mit dem Rauchen aufhört, steigt das Risiko für eine Lungenkrebserkrankung nicht mehr weiter an. Und je länger man Nichtraucher ist, desto mehr sinkt es sogar auch wieder. Der Umstieg auf „leichte“ Zigaretten ist dagegen keine Option: Sie enthalten nur unwesentlich weniger Teer und Nikotin.

Über mögliche Methoden, Nichtraucher zu werden, informiert unter anderem die Stiftung Warentest. Ein Rauchstopp hat darüber hinaus viele weitere Vorteile: Es schont den Geldbeutel und wirkt sich positiv auf die Psyche aus. Denn Nichtraucher leben im Schnitt nicht nur länger, sie sind auch glücklicher, wie eine Meta-Studie aus England belegt. So sinkt das Risiko für Depressionen und Angststörungen bereits nach sechs Wochen merklich.

Tag des Lungenkrebs: Ernährung und Bewegung

Neben dem Rauchstopp haben auch eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung einen schützenden Effekt. Wie groß dieser bei Lungenkrebs ist, ist wissenschaftlich allerdings nicht abschließend geklärt. Prinzipiell empfehlen Experten jedoch reichlich Gemüse und Obst zu essen (drei Portionen Gemüse und drei Portionen Obst am Tag), ausreichend zu trinken und möglichst auf Alkohol zu verzichten. Nahrungsergänzungsmittel können eine ausgewogene Ernährung dagegen nur ergänzen, nicht ersetzen, und sollten nur nach Absprache mit einem Arzt oder einer Ärztin eingenommen werden.

Neue Studien weisen außerdem darauf hin, dass auch Bewegung einen dosisabhängigen Effekt haben kann. Das bedeutet: je häufiger man Sport macht, desto mehr reduziert sich das persönliche Krebsrisiko. Experten raten zu 150 Minuten leichtem Training oder 75 Minuten intensivem Training in der Woche. Allerdings kann Sport das erhöhte Lungenkrebsrisiko bei Rauchern nicht ausgleichen. Was genau unter dem Begriff „Krebsrisiko“ zu verstehen ist, erklärt Merkur.de.*

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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