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Tattoos stechen lassen: So können Sie Komplikationen vermeiden

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Von: Kristina Wagenlehner

Eine Frau, die gerade ein Tattoo auf den Arm einer anderen Frau sticht. (Symbolbild)
Ein gutes Tattoo-Studio muss nicht nur gut stechen, sondern auch hygienisch einwandfrei sein. (Symbolbild) © Javier Sanchez Mingorance/Imago

Wer sich ein Tattoo stechen lässt, sollte ein paar kleine Dinge beachten, damit es nicht zu Komplikationen kommt: Zum Beispiel das richtige Studio wählen.

Bonn – Komplikationen nach einem Tattoo sind selten, können aber passieren. Professionelle Tätowierer informieren ihre Kunden über mögliche Risiken, bevor das Stechen beginnt. Treten nach einer Tätowierung Komplikationen auf, muss der Tätowierte die Kosten in der Regel selbst zahlen.

Tattoos stechen lassen: Was Sie nicht tun sollten

Um das Komplikationsrisiko zu minimieren, sollten Sie ein paar Dinge vermeiden. Zum Beispiel spontane Tätowierungen am Strand. Selbst wenn das Werkzeug steril ist, tummeln sich im Sand jede Menge Krankheitskeime. Die Erreger können ins Gewebe oder in die Blutbahn eindringen und eine Infektion, etwa mit Hepatitisviren, auslösen. Wichtig ist außerdem: Rasieren Sie die Hautstelle vor dem Termin nicht selbst, das macht das Studio, und verzichten Sie auf Sport. Die stärkere Durchblutung macht die Haut empfindlicher und das Tätowieren schmerzhafter.

Tattoos stechen lassen: Keine Hautverzierung für Risikogruppen

Grundsätzlich schadet es nie, vor einer Tätowierung einen Arzt aufzusuchen und abzuklären, ob beispielsweise eine Allergie gegen Tätowierfarbe besteht. Manche Personen sollten dies aber unbedingt tun. Das gilt für Menschen mit Neurodermitis, vielen Muttermalen oder wenn sie helle oder sonnengeschädigte Haut haben. Sie sollten abklären, ob gesundheitliche Risiken mit einer Tätowierung einhergehen können.

Personen, die zu einer Risikogruppe gehören, sollten sich nicht tätowieren lassen. Risikogruppen sind Schwangere und Personen, die Antibiotika oder immunschwächende Medikamente einnehmen. Hier ist das Infektionsrisiko zu hoch. Auch nicht tätowieren lassen sollten sich Personen mit Herzerkrankungen, Diabetes oder Blutgerinnungsstörungen. Bei Diabetikern und Personen mit schlecht eingestelltem Blutzuckerspiegel kann es passieren, dass die Wunde schlecht verheilt oder Entzündungen auftreten. Das Gleiche gilt für Personen, die allergisch auf Nickel reagieren oder zu Ekzemen und offenen Wunden neigen.

Tattoos stechen lassen: Daran erkennen Sie ein hygienisch-sicheres Studio

Ein sehr wichtiger Punkt, um Komplikationen nach einer Tätowierung vorzubeugen, ist die Wahl des Studios. Unsaubere Nadeln können Krankheiten wie HIV-, Hepatitis- oder andere Infektionen auslösen. Anhand dieser Punkte erkennen Sie laut Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung ein hygienisches und sicheres Studio:

Tattoos stechen lassen: Richtige Pflege danach

Ob Ihre Wunde nach dem Tätowieren gut und schnell verheilt, hängt auch davon ab, ob sie sie gut pflegen. In der Regel wird Ihr Tätowierer Ihnen dazu eine genaue Anleitung geben. Grundsätzlich gilt: Hände gründlich waschen, bevor man das frische Tattoo berührt. Das Tattoo ist eine offene Wunde und sollte vorsichtig behandelt werden. Es ist mehr als eine harmlose Hautverschönerung.* Wer einen Folienverband bekommen hat, trägt ihn in der Regel für zwei Tage. Wenn Sie den Verband entfernen, reinigen Sie das Tattoo mit lauwarmen Wasser und milder Seife. In den ersten Wochen sollte viel frische Luft an das neue Tattoo kommen. Wenn sich Ihre Haut trocken anfühlt, cremen Sie das Tattoo mit einer Wund- und Heilsalbe ein. Am Tattoo kratzen, Sport, lange und heiße Duschen oder viel Sonne sollten Sie in der ersten Zeit vermeiden. Das kann ihr Immunsystem, das während der Heilung beantsprucht wird, überfordern.

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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